Stadtgeschichte

Eckpunkte Stadtgeschichte


8.6.997: Urkundliche Ersterwähnung Beelitz‘. Kaiser Otto III. lässt in einer auf der Arneburg (bei Stendal) ausgestellten Urkunde erklären, dass er  an den Erzbischof von Magdeburg auf dessen Bitte einen Burgbezirk „belizi“ im Gau „bloni“ vertauscht habe. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist damit eine slawische Vorgängersiedlung des späteren Beelitz gemeint. Der dazugehörige Burgwall befindet sich auf der Archeninsel südwestlich der heutigen Stadt (Nieplitzaufwärts hinter der Brücke Treuenbrietzener Straße).

28.12.1216: Das deutsche „Beliz“ wird in einer schriftlichen Quelle das erste Mal als Grenzort  des Archidiakonats Brandenburg genannt. Damit könnte man kurz nach Weihnachten eigentlich die 800-Jahr-Feier begehen.

1247 wird Beelitz erstmals als „oppidium“ (Städchen) erwähnt, 1307 ist schon von einer „civitas“ (Stadt) die Rede.

1370: Bau der Wunderblutkapelle

1393: Beelitz schließt sich mit 20 anderen brandenburgischen Städten zu einem wehrhaften Bündnis zusammen, um den Handel und Ordnung gefährdenden Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Rittern, der Geistlichkeit und dem Adel, zwischen Städten und Feudalherren entgegenzuwirken und so vor allem die Sicherheit der Verkehrswege zu gewährleisten

1478: Der Söldnerhauptmann Jan Kuck, der im Dienst des Herzogs von Sagan steht, über fällt in einem Handstreich die Stadt; erste nachweisbare Feuersbrunst in Beelitz; es folgen mehrere Stadtbrände, der letzte im Jahre 1700.

1517: Der Dominikanermönch Tetzel erscheint in der Stadt. Er hat nur mäßigen Erfolg beim Verkauf seiner Ablassbriefe. Die Reformation kündigt sich auch in Beelitz an.

1540 ist Beelitz mit 149 Bürgerhäusern größer als Potsdam (120).

1563: Bau des Rathauses am heutigen Platz.

1650: Beginn des Bierbrauens (Brauerstraße gibt es noch heute)

1724: König Friedrich Wilhelm I. (Soldatenkönig) verlegt die Postkutschenroute, ab da fahren Postkutschen von Berlin nach Leipzig über Beelitz und bescheren der Stadt wirtschaftlichen Aufschwung – und viele prominente Besucher wie Goethe, Schiller, Bach, Weber, Anderson, Kleist… (Hinweis auf die Alte Posthalterei und das Museum)

1731: Beelitz wird Garnisonstadt und die Husaren des Königs in den Bürgerhäusern einquartiert. Hier taten spätere Generale wie von Zieten, Yorck und Gneisenau Dienst.

1789: Bau der Alten Posthalterei an der Postkutschenstrecke.

1813: Französische Soldaten lagern in Beelitz, werden von Kosaken, die außerhalb der Stadt aufziehen, mit Kanonen beschossen. (eine Kanonenkugel steckt noch heute in einem Haus in der Trebbiner Straße).

1861: Carl Herrmann (Denkmal im Lustgarten zu bewundern) baut erstmals feldmäßig Spargel an.

1898 bis 1902: Bau der berühmten Beelitzer Heilstätten.

1905: Elektrizität kommt nach Beelitz.

1920er: Kulturelle Blüte unter Bürgermeister Robert Tiedemann. Beelitz entwickelt sich zum beliebten Ausflugsziel. Das Vereinsleben floriert. Bau des Beelitzer Wasserturms mit Park.

3. Juni 1934: Erstes Märkisches Spargelfest in Beelitz – mit Umzug, Spargelfrauen und Spargelfresser.

April 1945: Kämpfe im Westen der Stadt.

1. Juni 1961: Erstmals wieder wird das Spargelfest gefeiert.

1991: Nach der Wende zieht es Spargelbauern aus den alten Bundesländern (Rheinland und Baden) nach Beelitz. Gemeinsam mit alteingesessenen Landwirten beleben sie die Tradition neu. Zum ersten Spargelfest nach der Wende gibt es nur 200 Kilogramm Spargel – was für ordentlichen Ärger bei den Besuchern sorgt. Beginn der Altstadtsanierung, Gründung zahlreicher Wirtschaftsbetriebe, Vereinsleben gelangt zu neuer Blüte.

2001: Freiwillige Fusion der Stadt und der heutigen 17 Orts- und Gemeindeteile.

2015: Erste Personenschifffahrt auf der Nieplitz in der gesamten Stadtgeschichte!