Bauvorhaben der Stadt Beelitz

Bauvorhaben und Förderprojekte der Stadt Beelitz

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Umgestaltung des ehemaligen Klärwerks zum Festspielareal

Mit einem Gesamtumfang von 3,5 Millionen Euro wird in Beelitz, Landkreis Potsdam-Mittelmark, das alte Klärwerk für die Landesgartenschau (LAGA) zu einem modernen Open-Air-Veranstaltungsort umgestaltet. Das Landwirtschaftsministerium stellt dafür aus der LEADER-Richtlinie zur Förderung der ländlichen Entwicklung Mittel in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro zur Verfügung. In dieser Woche hat Landes-Agrarstaatssekretärin Silvia Bender die Förderurkunde vor Ort übergeben und sich selbst ein Bild vom Stand der Vorbereitungen auf die LAGA gemacht.

„Beelitz und die gesamte Region rund um die Spargelstadt bereiten sich – auch unter den gegenwärtig nicht einfachen Bedingungen – gezielt auf die Landesgartenschau 2022 vor. Ich freue mich, dass mit den LEADER-Mitteln nun die Umgestaltung des alten Klärwerks zu einem „Festspielareal“ unterstützt wird. Das Wichtigste ist, dass die Stadt mit diesem Vorhaben nicht nur für die Gäste der LAGA einen modernen Veranstaltungsort schaffen wird, sondern dieser auch nach der Gartenschau ein zentraler Veranstaltungsort für die Beelitzerinnen und Beelitzer sowie die Gäste der Stadt und der Region bleibt. Mit Hilfe von EU-Mitteln wird ein vielseitig nutzbarer Open-Air-Spielort für zukünftige Events geschaffen.“ so Agrarstaatssekretärin Silvia Bender.

Unter dem Motto „Gartenfest für alle Sinne“ wird die Landesgartenschau in Beelitz in weniger als einem Jahr ihre Tore öffnen. Mit dem „Festspielareal“ wird das seit mehr als 20 Jahren brachliegende Gelände des alten Klärwerkes zu neuem Leben erweckt. Es wird während der LAGA zum Hauptort für Veranstaltungen. Bis zu 500 Zuschauer können in amphitheaterähnlichen Sitzplatzreihen unterschiedlichste Veranstaltungsformate erleben. Nach der LAGA wird das Festspielareal Ort für das jährlich stattfindende Beelitzer Spargelfest und für Aufführungen der Beelitzer Festspiele sein.

„Mit der finanziellen Unterstützung des Landes Brandenburg schaffen wir auf dem Gartenschaugelände jenen zentralen Bereich, auf dem 2022 die meisten Menschen zusammenkommen werden. Denn hier, wo bis vor kurzem noch eine Jahrzehnte alte Industriebrache lag, werden im LAGA-Jahr Konzerte, Präsentationen und Filmvorführungen vor der eindrucksvollen Kulisse unserer Altstadt die Besucher locken. Auch unsere Beelitzer Ortsteile bekommen hier ihren Platz, um sich zu präsentieren. Und nicht zuletzt wird in diesem Bereich das Hauptcatering angesiedelt. Das Areal wird darüber hinaus auch nach der LAGA ein Mittelpunkt im städtischen Leben bleiben und für große Veranstaltungen der Stadt oder regionaler Events der Vereine genutzt werden. Ich bin sehr froh und dankbar, dass uns dieser enorme Qualitätssprung bei der Gestaltung des kulturellen Lebens in unserer Region ermöglicht wird.“, so Bernhard Knuth, Bürgermeister der Stadt Beelitz.

Am Übergang von der historischen Altstadt in die Landschaft wird ein attraktiver, von der Landschaft geprägter Park mit Spiel- und Erholungsflächen sowie das neu geschaffene Festspielareal zum Verweilen einladen und den Bedürfnissen aller Altersschichten der wachsenden Stadt und seiner Gäste gerecht werden.

Die Landesgartenschau ist ein Meilenstein auf dem Weg in eine zukunftsfähige Stadt, verbunden mit der nachhaltigen Entwicklung der Region. Die Investitionen in Vorbereitung der Landesgartenschau bleiben der Stadt nach der Landesgartenschau erhalten. Die Fördermittel sind Investitionen in die Zukunft der Stadt Beelitz und der gesamten Region.

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Park östlich und westlich der Nieplitz

Mit der Umgestaltung weitläufiger Bereiche südlich der Altstadt zu einer Parklandschaft kann die Stadt Beelitz mit Unterstützung des Landes Brandenburg derzeit etwas in dieser Größenordnung Einmaliges für künftige Generationen schaffen: Verödete Flächen werden renaturiert, Biotope wiederbelebt und sogar eine alte Industriebrache kann auf diesem Wege zurückgebaut und für das Stadtleben nutzbar gemacht werden. Für die Landesgartenschau 2022 und vor allem auch für die Zeit danach wird das insgesamt rund 15 Hektar große Areal an der Nieplitz abschnittsweise entwickelt.

In unmittelbarer Nachbarschaft des zentral gelegenen künftigen „Bürgerparks“, dessen Mittelpunkte der markante Pavillon und ein restauriertes und zur Bar umgebautes Lorelei-Schiff bilden, ergänzen weitere Attraktionen die Anlage und werden als „Park östlich und westlich der Nieplitz“ entwickelt. Dafür stellt das Brandenburgische Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft insgesamt 3.669.674.83 Euro im Rahmen des LEADER-Förderprogramms zur Verfügung. Es handelt sich dabei um einen Förderanteil von 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten.

Mit diesem Geld und Eigenmitteln der Stadt entsteht im westlichen Bereich unter anderem eine große Spiel- und Abenteuerlandschaft für Kinder aller Altersgruppe, die mit thematisch unterschiedlichen Bereichen und verschiedenen Schwierigkeitsgraden auch langfristig ein Mittelpunkt im städtischen Leben werden wird. Auf 5500 Quadratmeter werden sowohl Spiel- und Klettergeräte des bisherigen Altstadtspielplatzes nach einer Erneuerungskur wieder aufgestellt, als auch zahlreiche neue Attraktionen wie zum Beispiel ein fast zehn Meter hoher Rutschenturm in Spargelform, ein überdimensionaler Spargelkorb, ein Sport- und Bewegungsbereich sowie ein komplettes Dorf, das mit Hütten, Skulpturen und einem Schiff zur Referenz an die einst slawische Besiedelung des Gebietes wird. Vom Freibad, das aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfes nach 70 Jahren Betriebszeit zurückgebaut werden musste, für das aber Ersatz am Beelitzer Wasserturm geschaffen wird, bleibt das einstige Babybecken, welches zum Matschspielplatz wird.

An den Spielplatz schließt sich ein Feuchtbiotop an, welches bislang stark verwildert und verlandet sowie für Fußgänger unerreichbar kaum eine Rolle im städtischen Leben spielte. Es wurde mittlerweile renaturiert und wird über einen Bohlenweg erlebbar. Zur Landesgartenschau wird es zum „Märchenwald“, in dem die Geschichte vom Froschkönig als Hörspiel dargeboten wird. Dahinter gelangt man auf eine der ersten Streuobstwiesen, die im Stadtgebiet für Beelitzer Neugeborene angelegt worden sind. Von dort aus geht der Blick zur Wassermühle – und zum neuen Beelitzer Mühlenfließ, welches ebenfalls zu diesem Bereich gehört. Dort, wo einst der kleine Nebenarm der Nieplitz verlief und das Rad der Wassermühle antrieb, entsteht ein kleiner und flacher Kanal mit einem geschlossenen Wasserkreislauf. Der lädt ebenfalls zum Planschen ein – mit den Füßen, auf dem Weg zum Spargelmuseum. Das einstige Mühlenfließ war vor mehreren Jahrzehnten geschlossen worden, Rückbau und Entsorgung des Füllmaterials bedeuteten einen nicht unerheblichen Aufwand. Zwischen Mühlenfließ und Spielplatz werden indes weitere Flächen hergerichtet und mit Wegen erschlossen. Zur LAGA werden dort in temporären Bauten wie Pavillons unter anderem die Sommerküche und weitere Ausstellungsbereiche entstehen.

Auf der anderen Seite des Bürgerparks entsteht indes der künftige Haupteingang zur Landesgartenschau. Dafür notwendige Bauten wie Kassen- und Toilettenhäuschen werden als dauerhafte Gebäude errichtet, denn nach der Landesgartenschau wird ein Teil des großen Parkplatzes als Reisemobilstellplatz weitergenutzt werden, zu dessen Ausstattung dann auch Toiletten gehören werden. Im östlichen Bereich, der von der B2 Ortsumgehung begrenzt wird, setzt sich das Wegenetz des Parks an der Nieplitz fort, hier werden zudem zahlreiche Staudenflächen entstehen, die während der LAGA durch Wechselflorbereiche ergänzt werden. Eine direkt an die Gärten der Altstadt angrenzende Freifläche, die 2022 als Andachtswiese genutzt wird, soll nach der LAGA Teil des Bürgerparks werden.

Weitere Informationen zum Fördermittelprogramm:

www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

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Herstellung von Mühlenteich und Archegärten

Dort, wo die Beelitzer bis vor Jahrzehnten im  Sommer baden konnten und im Winter Schlittschuh liefen, entsteht dieser Tage wieder ein kleines Gewässer: Im Hinblick auf die Landesgartenschau 2022 wird der Mühlenteich neu angelegt. Und mehr noch: Der gesamte Bereich der Archegärten bis hinunter zur Nieplitz wird gestaltet und zu einem Park für die Besucher und später vor allem für die Beelitzer angelegt.

Für die Aufwertung der Freiflächen mit Verweilqualität hat die Stadt Beelitz Fördermittel in Höhe von 2.604.006,53 Euro genehmigt bekommen. Das Areal hinter der Treuenbrietzener Straße, welches den zweiten, naturnahen Teil des Gartenschaugeländes, bilden wird, war bis dato kaum öffentlich genutzt worden. Lediglich die Plantage mit den Obstbäumchen, welche Familien hier für ihre Kinder gepflanzt haben, und der Grillplatz an der Nieplitz bildeten zumindest einen kleinen Teil des Stadtlebens. Mittlerweile wurden, nachdem die archäologischen Bodenuntersuchungen abgeschlossen sind, bereits die ersten Bodenarbeiten vorgenommen. Leitungen wurden verlegt und Borde gesetzt.

Die Zuwendung für das Gesamtvorhaben erfolgt im Rahmen des LEADER-Programms zur Förderung der ländlichen Einwicklung. Insgesamt sind für die Baumaßnahmen 3,5 Millionen Euro veranschlagt; der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf rund 868.000 Euro. Die Archegärten sollen mit Küchen- und Spezialitätengarten, mit Schauküche und Slawendorf die Besucher anlocken. Im Slawendorf, an dessen Stelle sich bereits vor rund 1000 Jahren nachweislich eine Siedlung mit einer möglichen Fluchtburg in der Mitte befand, werden im Rahmen des Grünen Klassenzimmers Schulprojekte und Kurse angeboten. Der einstige  Mühlenteich soll als Kleinod wiederbelebt werden. Der Bau des Slawendorfes, Einbauten (technische Anlagen) in Außenanlagen, Landschafts- und Wegebauarbeiten (incl. Wasserfläche des Mühlenteiches) sind Gegenstand der Fördermaßnahme.

Weitere Informationen:

www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

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Errichtung von Löschwasserbrunnen im Wald

Löschwasserbrunnen im Wald

Die Stadt Beelitz rüstet weiter auf gegen die Gefahr verheerender Waldbrände: In nächster Zeit sollen insgesamt fünf weitere Löschwasserbrunnen im Stadtwald errichtet werden, vier davon westlich von Beelitz-Heilstätten und Beelitz, ein weiterer nördlich der Stadt an der Stromtrasse nahe des Teufelssees. Der Landesbetrieb Forst Brandenburg hat dafür jetzt Fördermittel in Höhe von 125.000 Euro bewilligt. Das Geld kommt aus dem Landeshaushalt und aus EU-Mitteln des ELER-Fonds und wird im Zuge der Richtlinie zur Förderung forstwirtschaftlicher Vorhaben des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft ausgereicht.

Bereits im vergangenen Jahr waren fünf Brunnen rund um Fichtenwalde mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums angelegt worden. Dort, direkt an der A9, hatte im Sommer 2018 ein Großbrand auf insgesamt 80 Hektar Fläche gewütet und über 200 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus ganz Brandenburg und darüber hinaus über mehrere Tage in Atem gehalten. Die Stadtverwaltung und die Stadtwehrführung hatten daraufhin gemeinsam ein Waldbrandschutzkonzept erarbeitet, das neben dem Anlegen und der Pflege von Schutzstreifen und eines geeigneten Wegenetzes für die Einsatzkräfte auch den Bau von Brunnen vorsieht.

„Ich bin sehr froh, dass wir so unkompliziert Unterstützung vom Land bekommen, wenn es um den Schutz unserer Bürger geht“, erklärt Bürgermeister Bernhard Knuth. Auch  bei der Ausstattung der Feuerwehren könne die Stadt immer auf die Hilfe des Landes zählen. „Für die Kameraden sind solche Signale unheimlich motivierend. Und unsere Bürgerschaft ist erleichtert, dass wir in Zukunft Waldbrandkatastrophen verhindern können, indem die Feuerwehr nicht nur schnell am Einsatzort ist, sondern auch kontinuierlich löschen kann.

In Anbetracht der zunehmenden Trockenheit vor allem in den Sommermonaten sieht sich die Beelitzer Feuerwehr stark gefordert: „Wir hatten seit dem Frühjahr bereits mehrere Brände im Wald löschen müssen, die wir aber schnell unter Kontrolle bekommen konnten. Dass wir in Zukunft flächendeckend auf Löschwasser vor Ort zurückgreifen können und nicht erst über weite Wege heranschaffen müssen, ist ein entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Bekämpfung von Waldbränden“, sagt Stadtwehrführer Mathias Jahn.

Die bereits installierten Tiefenbrunnen im Wald bei Fichtenwalde können 800 Liter pro Minute, beziehungsweise 48 Kubikmeter pro Stunde fördern, was auch der Feuerlöschnorm entspricht. Die Brunnen reichen in Tiefen zwischen 40 und 80 Meter und sind unabhängig vom Trinkwassernetz.

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Neubau des ersten Musik-Dorfgemeinschaftshauses Potsdam-Mittelmark

Es ist ein Projekt, das so einige Kommunen in Brandenburg und darüber hinaus zum Nachahmen einladen könnte: In Buchholz entsteht in den nächsten beiden Jahren das „erste Musik-Dorfgemeinschaftshaus in Potsdam-Mittelmark“ – regelmäßig mit Leben gefüllt durch die Klänge des Jugendblasorchesters, aber letztendlich genutzt von allen Bürgern und Vereinen des Ortes. Sogar Wanderer, die auf ihren Wegen durch Buchholz kommen, sollen hier eine Möglichkeit zur Rast bekommen.

Das Land Brandenburg hat in der vergangenen Woche einen Förderantrag der Stadt auf EU-Mittel für dieses Vorhaben bewilligt, demnach werden über 904.789,32 Euro aus dem ELER-Fonds für die ländliche Entwicklung zur Verfügung gestellt. Das heißt: drei Viertel der förderfähigen Gesamtkosten werden abgedeckt, die Stadt muss nur noch einen Eigenanteil finanzieren.

„Es ist eine riesengroße Unterstützung für uns, über die wir uns wahnsinnig freuen. Es zeigt, welch große Bedeutung dem ländlichen Raum in Brandenburg beigemessen wird und dass man auch in Potsdam an die Dörfer denkt“, sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. In Buchholz sei das Geld sehr gut angelegt: Der Ort ist mit seinen Bürgern über das ganze Jahr aktiv und sucht schon seit Langem nach einem Ort, an dem die Bürger und Vereine sich treffen und versammeln oder – wie das Jugendblasorchester – proben können.

Das Vorhaben, neben dem Spielplatz in der Bahnhofstraße ein neues Gemeinschaftshaus zu errichten, ist aus der Mitte des Ortes erwachsen. „Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren mit maßgeblicher Unterstützung des Gemeinnützigen Dorfvereins Buchholz / Zauche e.V. an dem Projekt, weil ein geeigneter Treffpunkt für Bürger und Vereine in unserem Dorf bislang fehlt“, sagt Ortsvorsteher Torsten Boecke. Nicht zuletzt das Jugendblasorchester, das Buchholz seit Jahrzehnten auch über die Grenzen der Spargelstadt hinaus bekannt macht, braucht Räume für Proben und Nachwuchsunterricht, aber auch für die Lagerung der Instrumente und Noten. Weil deren Bedürfnisse, zum Beispiel an eine entsprechende Schalldämmung, eine große Rolle bei den Planungen spielten, lag der Gedanke nahe, dem Projekt einen eindeutigen Namen zu geben.

Und auch andere sind längst mit im Boot: So bekommt der Dorfverein für seine beliebten Termine wie das Fastnachten, den Osterspaziergang, das Kinderfest, das Erntefest und viele weitere Feiern einen wetterfesten Ausgangspunkt und Veranstaltungsort. Auch die Erweiterung der Anlage mit generationsübergreifenden Projekten wie dem Bau eines Lehmbackofen stehen auf der Agenda, ebenso wie Lesungen und Konzerte. Auch der Naturpark Nuthe-Nieplitz ist ein Kooperationspartner, der hier Workshops und Tagungen veranstalten möchte.

Mit den künftigen Nutzern wurden durch den Ortsbeirat bereits Vor-Vereinbarungen getroffen. Dazu gehören neben dem Dorfverein Buchholz / Zauche e.V., der das Bauprojekt intensiv begleitet, und dem Jugendblasorchester auch der Blühstreifen Beelitz e.V. sowie der Naturpark Nuthe-Nieplitz, die Freizeitsportler und die Stiftung JOB als freier Träger der Jugendarbeit, die hier mindestens einmal pro Woche den Nachwuchs des Dorfes für Freizeitprojekte einladen möchte. „Damit ist jetzt schon klar, dass das Gebäude sehr gut genutzt werden wird“, erklärt der Ortsvorsteher.

Die Entwürfe des Potsdamer Architekten Matthias Wegner sehen einen Klinkerbau mit großen Fenstern vor, der sich schon dadurch an die Architektur der vorhandenen Bausubstanz im Ort anlehnt. Das Gebäude soll auf 325 Quadratmetern Platz bieten und beinhaltet unter anderem einen 150 Quadratmeter großen Mehrzweckraum sowie Küche, Jugendraum, Vereinsraum, ein Büro und einen Instrumentenraum unter dem Dach. Zudem soll ein audio-visueller Informationspunkt für Ausflügler mit Angaben zum Jakobs-Pilgerweg sowie weiteren Rad-, Reit- und Wanderwegen errichtet werden. Sogar die Möglichkeit von Übernachtungen, zum Beispiel für Pilger, nach vorheriger Anmeldung soll es geben.

Betrieben werden soll das Gebäude aus regenerativen Energien: eine Photovoltaikanlage sorgt für den Strombedarf , überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist oder geht in eine Ladestation für Elektrofahrzeuge vor der Tür. Warmwasser kommt aus der Solartherme und die nötige Wärme für die Flächen-Fußbodenheizung aus einer Luf-Luft-Wärmepumpe. Auch an einen W-Lan-Hotspot wurde gedacht.

Weitere Informationen:

www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

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Sanierung und Umnutzung der Schinkelkirche Schäpe

Die marode und von der Schließung bedrohte Dorfkirche wurde zunächst durch die Sanierung des Kirchturmdaches (Schindeldeckung) vor dem Verfall bewahrt. 2013/2014 wurden auf Initiative der Kirchgemeinde und des örtlichen Fördervereins für die Schinkel-Kirche der Dachstuhl und das Dach des Kirchenschiffes erneuert. Damit waren die Ressourcen von Kirchgemeinde und Förderverein aufgebraucht.

In Anlehnung an das von der Stadt Beelitz mit der Kirchgemeinde Rieben realisierte Vorhaben des Umbaus der Riebener Dorfkirche zum multifunktionalem Zentrum, will nun die Stadt Beelitz die weiteren notwendigen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen unterstützen.

In einem nächsten Bauabschnitt soll die Hüllensanierung des Kirchenschiffes (Fassade, Fenster und Türen) erfolgen. Darüber hinaus muss noch die Turmhülle, inklusive der inneren Erschließung und die des Verbinders saniert werden, um dann in einem letzten Bauabschnitt noch die Kirche von Innen herzurichten bzw. für eine multifunktionale Nutzung umzubauen. Dazu sollen auch in einem externen Gebäude die sanitären Einrichtungen geschaffen werden.

Nachdem die Dacharbeiten im Jahr 2013 erledigt werden konnten, sollen die weiteren Bauabschnitte ab den Jahren 2017 und 2018 realisiert werden. Das Ende der gesamten Kirchensanierung ist für das Jahr 2018 geplant. Die Stadt Beelitz hat bereits für den Um-und Ausbau der Riebener Dorfkirche die Bauherrenschaft übernommen. Daher ist die Schäper Kirchensanierung und der Umbau zur multifunktionalen Nutzung für Beelitz kein Neuland.

Für den OT Schäpe soll das Kirchgebäude für kirchliche Zwecke erhalten und durch kleinere Umbauten und Erweiterungen für neue multifunktionale Nutzungen vorbereitet werden. Die Kirche soll dann der Stadt zu kommunalen Zwecken, den örtlichen Vereine und Verbände sowie in Beelitz ansässiger Gewerbetreibenden offen stehen. Insbesondere ist eine Einbindung der Schinkel-Kirche in das Beelitzer Tourismuskonzept (z.B. Spargelstraße und Spargelhöfe) geplant.

Die Kirchgemeinde und der Schinkelförderverein Schäpe haben bisher, seit 2013, die Bauherrenschaft über die Sanierung und den Umbau der Kirche innegehabt. In dieser Zeit wurden in 4 Bauabschnitten das Turm- und das Kirchenschiffdach erneuert, und an dem Kirchenhauptgebäude giebelseitig der neue Quaderputz aufgebracht. Insgesamt übernahmen Kirche und Förderverein unter der Hinzuziehung von Fördermittel und städtischen Zuschüssen ca. 126.000,00 € Planungs- und Baukosten. In diesem Jahr hat sich die Stadt Beelitz mit der Kirchengemeinde auf eine gemeinsame Kirchennutzung verständigt und hierzu einen Vertrag (Nutzungsvereinbarung) abgeschlossen.  Ähnlich dem Vorbild der partnerschaftlichen kirchlichen und weltlichen Nutzung der Riebener Kirche soll auch in Schäpe der Ortsbeirat und Gemeindekirchrat gemeinsame Projekte insbesondere mit dem ortsansässigen Spargelhof „Jakobs“ und dem Reiterhof „Rosenhof“ initiieren.

Die finanziellen Reserven der Kirchgemeinde und des Fördervereins sind aufgebraucht. Die Stadt konnte sich in den letzten Jahren auch finanziell auf die Übernahme der Bauherrenschaft für den 5. und 6. Bauabschnitt vorbereiten. Dazu wurden in Erwartung einer LEADER- Förderung, wie bei der Riebener Kirche, Eigenmittel angespart und in den Doppelhaushalt 2017/2018 eingestellt. Ohne die Inanspruchnahme der LEADER- Mittel würde die Stadt Beelitz das Vorhaben des 5. und 6. Bauabschnittes nicht bewältigen können.

Durch den Umbau des Kirchengebäudes und die Ergänzung durch sanitäre Einrichtungen, erweitern sich die Nutzungsmöglichkeiten für den Standort erheblich. Nur durch die sakrale Nutzung wurde die bauliche Substanz nur gering genutzt. Eine Kostendeckung spielte für die Kirchgemeinde bisher keine Rolle. Mit dem Abschluss der Nutzungsvereinbarung wird es auch eine Gebührenordnung geben, in der geregelt wird, dass die Kosten, die durch eine Nutzung entstehen auch von den Verursachern getragen werden. Damit sollen die laufenden aus der Nutzung resultierenden Kosten teilweise ausgeglichen werden. Allerdings ist davon auszugehen, dass ein „ausgeglichener wirtschaftlicher Betrieb“ nicht zu leisten ist. Sowohl die Kirchgemeinde als auch die Stadt Beelitz werden in die zukünftigen Haushalte Geld für den Betrieb der Begegnungsstätte einplanen müssen.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm

Verbundprojekt Nationale Klimaschutzinitiative: Landkreisübergreifender Ausbau und Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie Einrichtung eines Fahrradverleihsystems zwischen Nuthe und Nieplitz

Die Städte Beelitz, Luckenwalde und Trebbin beabsichtigen, durch integrierte Maßnahmen zum Ausbau und der Vervollständigung der Fahrradinfrastruktur sowie durch die Einrichtung eines Fahrradverleihsystems die Bedingungen für den Fahrradverkehr signifikant zu verbessern. Dies gilt sowohl für den touristischen- als auch für den Alltagsverkehr. Realisiert werden sollen u.a. Lückenschlüsse im bestehenden Radwegenetz, um das Fahrrad als echte Alternative gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zu etablieren. Konkret wird auf dem Gebiet der Stadt Beelitz ein Fahrradweg entlang der Landesstraße 73 vom Kreisverkehr Zauchwitz bis zur Kreisgrenze zwischen Rieben und Dobbrikow hergestellt. Die Weiterführung bis Luckenwalde wird durch die Verbundpartner realisiert.

Die überdachten Fahrradabstellanlagen werden vorzugsweise an Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs wie den Bahnhöfen Beelitz-Stadt, Beelitz-Heilstätten, Elsholz und Buchholz eingerichtet. Sie dienen der besseren Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger. Neben den klassischen Abstellanlagen werden auch Ladevorrichtungen für E-Bikes installiert.

Im Rahmen des Verbundprojekts soll von allen Verbundpartnern ein Fahrradverleihsystem aufgebaut werden. Das Fahrradverleihsystem und das Radwegeleitsystem erhält ein einheitliches Design.

Ziel dieses Verbundprojektes ist es, durch die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur die Menschen zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu motivieren. Dadurch soll es im Alltag zu deutlichen Einsparungen von CO²-Emissionen kommen. Weiterhin ist beabsichtigt, mit diesem Projekt die touristischen Potenziale des Fahrradverkehrs besser auszuschöpfen, um z.B. Menschen aus Potsdam und Berlin in die Region zu locken.

Laufzeit des Vorhabens: 01.03.2018 – 31.12.2021
Förderkennzeichen: 03KBR0048C

Nieplitz-Renaturierung im Vorfeld der Landesgartenschau

LAGA Gelaende BeelitzDas Thema Naturschutz kommt einem nicht unbedingt sofort in den Sinn, wenn man an Großveranstaltungen denkt. Und doch kommt genau der zum Tragen bei den aktuellen Vorbereitungen auf die Brandenburgische Landesgartenschau, die 2022 in Beelitz stattfindet. Neben der Herrichtung des künftigen Kerngeländes mit Wegen, Biotopen und Gehölzen laufen auch Arbeiten zur Renaturierung der Nieplitz, die über mehrere hundert Meter durch das Gartenschauareal plätschert.

So ist die Uferböschung sowohl über als auch unterhalb der Wasseroberfläche zurückgeschnitten worden, Müll und Unrat wurden entfernt und neue Bodenschichten eingebracht. Außerdem wurden Kiesbänke angelegt und Stauden und Bäume gepflanzt und verankert und Buhnen gestellt. Mit den Arbeiten orientieren sich Stadt und Planer an den Zielen der „Managementplanung Natura 2000“ für das Flora-Fauna-Habitat Obere Nieplitz. Die sehen unter anderem eine Verbesserung der Gewässerstruktur, die Bepflanzung mit ortstypischen Gehölzen und eine Verbesserung der Durchgängigkeit des Flüsschens unter anderem für Fische und Amphibien vor. Auch die Unterhaltung des Gewässers durch den Wasser– und Bodenverband  soll dadurch in Zukunft vereinfacht werden. Außerhalb des künftigen Gartenschau-Geländes wird das Projekt durch die Obere Wasserbehörde fortgeführt. Die Gesamtmaßnahme soll im kommenden Jahr fertig gestellt worden. In diesem Zusammenhang soll auch das Wehr flussaufwärts nahe der Altstadt eine Erneuerungskur erfahren.

Die Renaturierung der Nieplitz im Bereich des Gartenschaugeländes ist mit Kosten von insgesamt gut 210 000 Euro veranschlagt worden. Diese werden zu 90 Prozent aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) gefördert. Die übrigen 10 Prozent (21.029,09 Euro) werden nun von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg übernommen. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid ist Ende März im Rathaus eingegangen.

In diesem Zuge soll auch der Wanderweg entlang der Nieplitz, der als Teil des Wegenetzes auf dem Gartenschaugeländes befestigt worden ist, einen Namen bekommen und künftig als „Bachneunaugen-Weg“ in Wanderkarten und Stadtplänen verzeichnet werden. „Das Bachneunauge spielt immer wieder eine Rolle, wenn es um Bauarbeiten an der Nieplitz geht“, erinnert Bürgermeister Bernhard Knuth. Und auch wenn die Rücksichtnahme auf die aalähnlichen Tierchen einen Mehraufwand bedeute, sei das Vorkommen des bedrohten Bachneunauges vor allem ein Indikator für eine gute Wasserqualität der Nieplitz. „Längst nicht überall findet diese bedrohte Tierart noch einen Lebensraum. Dass das Bachneunauge in Beelitz heimisch ist, darüber können wir uns also durchaus freuen.“

Park an der Nieplitz – Umgestaltung der Festwiese

Wo bisher die Beelitzer Festspiele und andere Veranstaltungen von Stadt und Vereinen ausgerichtet wurden, rollen nun die Bagger: Heute wurde offiziell mit der Umgestaltung der Festwiese zwischen Nieplitz und Beelitzer Altstadt begonnen – zum Kerngelände für die Brandenburgische Landesgartenschau 2022. Dazu hat Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) einen Förderscheck über eine Million Euro vor Ort übergeben. Dafür – und mit weiteren Mitteln der Stadt– soll hier in den nächsten gut drei Jahren eine Parklandschaft entstehen, auf der sich nicht nur das Brandenburgische Gärtner-Handwerk präsentiert, sondern wo sich Beelitz und die gesamte Region einem großen Publikum vorstellen.

„Dreieinhalb Jahre sind nicht mehr viel Zeit, deshalb ist es gut, dass jetzt begonnen wird“, sagte der Minister und betonte: „Die Landesgartenschau ist in Beelitz in guten Händen.“ In einem ersten Schritt werden nun die alten Garagen abgerissen, wobei Vogelsänger sich heute Vormittag selbst in den Bagger setzte und mit der Schaufel zupackte. Für jene Mieter, welche die Garagen noch für ihre Autos genutzt hatten, ist durch die Stadt Ersatz geschaffen worden, was für Akzeptanz gesorgt hatte.

Bürgermeister Bernhard Knuth unterstrich, dass der heutige 5. Dezember ein denkwürdiges Datum sei: „Wir schrei

ben hier ein Stück Stadtgeschichte. Was sich in den nächsten Jahren durch die Landesgartenschau bei uns tun wird, wird einfach sensationell.“ Die Stadt werde alles geben, um die Schau zu einem Erfolg werden zu lassen. Dafür sei man gut aufgestellt: „Für den Doppelhaushalt der kommenden beiden Jahre haben wir enorm hohe investive Ausgaben vorgesehen: elf Millionen Euro für 2019 und weitere 19 Millionen für das übernächste Jahr.“ Natürlich sind das nicht nur Ausgaben für Laga-Projekte, aber insgesamt seien solche Zahlen schon beachtlich für eine Kleinstadt wie Beelitz.

Knuth würdigte zudem die gute Zusammenarbeit in Vorbereitung auf die Gartenschau mit allen Genehmigungsstellen, allem voran mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe des Landes, welche die Stadt bei den Vorbereitungen auf die Gartenschau begleitet. Auch die Lokale Aktionsgruppe Fläming und das Landesamt für Verbraucherschutz, Umwelt und Flurneuordnung sowie der Landkreis mit seinen Behörden würden der Stadt hilfreich und wohlwollend zur Seite stehen. „Nicht zuletzt haben aber unsere Stadtverordneten mit ihrem einstimmigen Votum für die Landesgartenschau in Beelitz die Weichen gestellt, um unsere Stadt nicht nur für ein halbes Jahr zum Besuchermagneten zu machen, sondern nachhaltig weiter zum Positiven zu verändern.“

Die EU-weite Ausschreibung für die zentralen Planungsleistungen ist mittlerweile abgeschlossen, Anfang des neuen Jahres soll der Auftrag vergeben werden. Dann werden die Gartenschauprojekte wie die Umwandlung der Festwiese zum Gartenschaugelände, des ehemaligen Klärwerks zur Veranstaltungsarena und viele weitere Form annehmen – zunächst auf dem Reißbrett, und dann, unmittelbar für alle zu erkennen, direkt neben der Altstadt.

Weitere Informationen zum Fördermittelgeber:
www.eler.brandenburg.de
ec.europa.eu/agriculture/index_de.htm