Alles rund um Energie

Vorwort zur Energierubrik

Begriffe wie „Energiewende“ und „Klimawandel“ tauchen täglich in den Nachrichten auf.

Oft erwachsen aus dieser Thematik Konfliktpotenziale, besonders wenn es um steigende Preise geht oder um den Bau von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Häufig wird dazu an den Stammtischen kontrovers diskutiert.

Andererseits wird zunehmend erkannt, dass die Einsparung fossiler Ressourcen sowohl ökonomisch als auch ökologisch geboten ist. Mittel- und langfristig kommen wir nicht an diesem Thema vorbei.

Auch die Stadt Beelitz kann und will im Rahmen Ihres Leitbildes einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften leisten. Neben den eigenen Anstrengungen vor allem im Bereich der kommunalen Liegenschaften und der Straßenbeleuchtung setzt die Stadtverwaltung auf Information der Bürger und Gewerbetreibenden.

Die „Energierubrik“ auf der Homepage der Stadt dient genau diesem Ziel.

Ich hoffe, dass das so bereitgestellte Informationsportal intensiv genutzt wird und so zur Klärung von Fragen beiträgt. Neben Grundinformationen werden zahlreiche Links zu einschlägigen Internetseiten angeboten.

Wer keine Antwort auf seine Frage findet, kann sein Problem im „Briefkasten“ darstellen – eine Nachricht über das Anregungen-Formular genügt.

Ihr Bürgermeister
Bernhard Knuth

Bundeskabinett beschließt CO-Preis

Die Mitglieder des Bundeskabinetts haben sich auf eine stärkere Bepreisung von CO₂ bei Brennstoffen verständigt. Zudem beschloss das Gremium die Begrenzung der Belastungen für Stromverbraucher und Pendler. Beide Regelungen setzen Beschlüsse des Vermittlungsausschusses zum Klimaschutzprogramm 2030 vom Dezember 2019 um.

Mit dem Beschluss zum CO₂-Preis startet der nationale Emissionshandel nun im Jahr 2021 mit einem festen Preis von 25 Euro pro Tonne. Per Verordnung sorgt das Bundeskabinett dafür, dass die Einnahmen aus dem Emissionshandel zur Entlastung der EEG-Umlage eingesetzt werden können.

Mit dem festen Preis für CO₂ von 25 Euro pro Tonne werden Benzin sieben Cent pro Liter, Diesel und Heizöl acht Cent pro Liter und Erdgas 0,5 Cent pro Kilowattstunde brutto teurer. In den Folgejahren werden die Zertifikate schrittweise teurer, bis 2025 erreichen sie einen Preis von etwa 55 Euro. Ab 2056 ersetzt ein Versteigerungsmechanismus den Festpreis, bei dem allerdings ein Korridor von 55 bis 65 Euro vorgesehen ist.

Quelle: gemeinsame Presseerklärung von Bundesministerium für Wirtschaft und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 20.05.2020

Link: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2020/20200520-bundeskabinett-beschliesst-hoeheren-co2-preis.html

Gebäudeenergiegesetz verabschiedet

Der Deutsche Bundestag hat das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschiedet. Der Bundesrat hat am 3. Juli zugestimmt.

Das neue Gesetz führt die Regelungen aus Energieeinsparungsgesetz, Energieeinsparverordnung, und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammen und schafft ein neues, einheitliches und aufeinander abgestimmtes Regelwerk im Gebäudesektor.

Das neue GEG bildet den Rahmen zur Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz und der Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien. Durch die Zusammenlegung der drei für den Gebäudebereich zentralen Gesetze und Verordnungen sorgt die Bundesregierung für eine Entbürokratisierung und Vereinfachung des gesamten Regelungswerks. Das Gesetz enthält zahlreiche Regelungen für das energiesparende Sanieren und Bauen sowie für eine Energiewende im urbanen Raum. So zählt mit der Einführung einer Innovationsklausel fortan die Summe an Energieeffizienz im Quartier. Nicht mehr jedes Gebäude muss den Energieanforderungen entsprechen, sondern die des Quartiers.

Quelle: Berliner Impulse, 19.06.2020

Link: https://www.berliner-impulse.de/meldungen/444-bundestag-verabschiedet-gebaeudeenergiegese

Deutsche brechen Reichweiten-Rekord mit Elektroauto

Mehr als 500 Kilometer ohne Aufladen verspricht Tesla für einige seiner Elektroautos. Dass sogar deutlich mehr möglich ist, zeigte ein Versuch des Elektroauto-Verleihers „Next Move“ auf dem Lausitzring in Brandenburg.
Dabei kam der Tesla Model 3 genau 1.001 Kilometer weit, bevor seinem Akku der Strom ausging. Ein Tesla Model S mit größerem Akku schaffte sogar 1.128 km. Auf der Rennstrecke mussten die Teslas – anders als im Straßenverkehr – nicht ständig abbremsen und beschleunigen, was jeweils viel Energie kostet. Stromfresser wie Sitzheizung, Klimaanlage und Radio blieben während der gesamten Fahrt aus. Das größere Model S fuhr die gesamte Strecke mit 38 km/h.
Die Reichweiten im Alltagsbetrieb sind deutlich geringer. Aber ein paar Tricks wie vorausschauendes Fahren, ein (gleich-)mäßiges Tempo und die Nutzung des Eco-Modus erhöhen die Reichweite jedes E-Autos.

Quelle:  t-online.de, 15.04.2020

Weitere Informationen unter:
https://www.niederlausitz-aktuell.de/oberspreewald-lausitz/schipkau/72978/maschine-schlaegt-mensch-autonomes-tesla-model-3-faehrt-1-001-km-auf-lausitzring.html?rCH=2, 16.06.2020

Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren steigt 2020 stark an

 Durch das zum Jahresbeginn geänderte Marktanreizprogramm der Bundesregierung wurden Förderanreize für erneuerbare Wärme, energieeffizientes Bauen und Sanieren deutlich verbessert.

Gefördert werden u. a. Solarthermieanlagen, Holzkessel, Wärmepumpenanlagen und Hybridheizungen. Die Förderung kann in Form von Zuschüssen, zinsgünstigen Krediten und durch steuerliche Abschreibung gewährt werden. Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien werden bis zu 35 % bezuschusst. Die neu eingeführte Austauschprämie für Ölheizungen beträgt sogar bis zu 45 %. Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) können neben Kommunen, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen auch Privatpersonen ihre Förderanträge stellen.

 Nähere Informationen finden Sie hier: Überblick Förderprogramme

https://www.energieheld.de/foerderung/aenderungen-2020

Nationale Wasserstoffstrategie

 Die Bundesregierung will Deutschland bei der Nutzung von Wasserstoff als klimafreundlichem Energieträger zum Vorreiter machen. Das Bundeskabinett hat eine Wasserstoffstrategie verabschiedet und plant im Konjunkturpaket erhebliche Mittel ein, unter anderem für die Herstellung von Wasserstoff. Die Strategie sieht vor, dass bis 2030 in Deutschland Erzeugungsanlagen von bis zu fünf Gigawatt Gesamtleistung entstehen sollen. Der Einsatz von Wasserstoff soll außer in der Industrie auch im Verkehr gefördert werden. Der Fokus liegt dabei auf „grünem“ Wasserstoff.

Um den Energieträger zu erzeugen – sprich: Wasser (H2O) in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten – muss zunächst jede Menge Energie eingesetzt werden. Geschieht dies gänzlich mit Strom aus Wind- oder Sonnenkraft, spricht man von grünem Wasserstoff.

Nur Wasserstoff, der auf Basis erneuerbarer Energien hergestellt wurde, ist nachhaltig.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/wasserstoff-strategie-103.html, 10.06.2020

Link zur Wasserstoffstrategie: https://www.bmbf.de/files/die-nationale-wasserstoffstrategie.pdf

Typenbauten

Die sechs landeseigenen Berliner Wohnungsbaugesellschaften haben sich zum Ziel gesetzt, qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum in Form von standardisierten Typenbauten zu entwickeln und zu realisieren. Anknüpfungspunkte für diese „Neuen Typen“ sind sowohl die städtebauliche Tradition des Siedlungsbaus ab den 1920er Jahren als auch die bautechnischen Überlegungen der DDR-Typenbauten ab den 1960er Jahren.

Mit einem Sechsgeschossigen Wohnhaus hat die STADT UND LAND ihr neu entwickeltes Systemhaus in Hellersdorf errichten lassen. Das Gebäude besteht aus standardisierten Wohnmodulen, die auf der Baustelle einfach zusammengesetzt werden.

Auch im Bereich der öffentlichen Nichtwohngebäude spielt die Typenbauweise eine Rolle. Fast alle Schulbauten der DDR waren Typenbauten und viele sind heute noch in Benutzung. Im Rahmen der Schulbauoffensive des Landes Berlin wurde Mitte Januar der Grundstein für eine erste Typensporthalle im Bezirk Spandau gelegt.

Quelle: Berlin spart Energie, Newsletter 1/2020

Link: https://www.berlin-spart-energie.de/aktuelles/aktueller-newsletter/newsletter-2020/newsletter-2020-01.html

Serielle Gebäudesanierung

 In Deutschland waren industrielle Ansätze bei der Gebäudesanierung bislang weitgehend unbekannt. Um klimaneutrales Wohnen für alle möglich und bezahlbar zu machen, startete die Deutsche Energie-Agentur (Dena) das Projekt „Serielle Sanierung von Mehrfamilienhäusern“. Im engen Austausch mit Wohnungswirtschaft und Bauindustrie sollen Markthemmnisse beseitigt werden. Angestrebt ist die Entwicklung von Prototypen, die aufzeigen, welche seriellen Sanierungslösungen sich in Deutschland umsetzen lassen. Das Projekt wird von der Organisation Energiesprong unterstützt, die diesen Sanierungsmarkt in den Niederlanden bereits erfolgreich entwickelt hat.

Im Rahmen des Accelerator Programms der Dena entwickelten vier Bauunternehmen bereits Komplettlösungen für serielle energetische Sanierungen. Damit können sie Mehrfamilienhäuser der 50er bis 70er Jahre nach dem Energiesprong-Prinzip sanieren. Die Gebäude erzeugen dann im Jahresmittel so viel Energie, wie sie für Heizung, Warmwasser und Strom benötigen. Die so sanierten Gebäude heben sich durch niedrigere Kosten, kurze Sanierungsdauer und eine Funktions- und Einspar-Garantie grundlegend von bisherigen Sanierungsangeboten ab. Dabei kommen z.B. vorgefertigte Fassaden, smarte Heiz- und Kühlanlagen und gedämmte, mit Solaranlagen ausgerüstete Hausdächer zum Einsatz.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur

Nähere Informationen unter:

https://www.dena.de/themen-projekte/projekte/gebaeude/serielles-sanieren-von-mehrfamilienhaeusern/ 14.06.2020

https://www.energiesprong.de/newsroom/meldungen/durchbruch-fuer-serielle-sanierung-von-wohngebaeuden/

Innovationsprämie für Elektroautos: 10.000 statt 6.000 Euro sparen

 Mit dem Konjunkturpaket wird auch der Klimaschutz gestärkt. Für Elektroautos steigt der Zuschuss durch die neue Innovationsprämie bei einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro: Statt 6.000 Euro gibt es bis Ende des nächsten Jahres 9.000 Euro (6.000 vom Staat, 3.000 vom Hersteller). Dazu kommt die niedrigere Mehrwertsteuer von 16 statt 19 Prozent: Das macht etwa 1.000 Euro aus (bei Kosten von rund 40.000 Euro).

Quelle: https://www.co2online.de/service/news/beitrag/konjunkturpaket-klimaschutz-fuer-verbraucher-21351/

Mit Holzpellets klimaneutral heizen

Bei der Verbrennung von Holzpellets wird lediglich die Menge an CO2 freigesetzt, die das Holz im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. Hinzu kommen pro erzeugter kWh nur 22 g CO2, das bei Herstellung und Transport der Pellets entsteht. Mit der Umstellung von einer Öl- auf eine Pelletheizung lässt sich so viel CO2 im Gebäude einsparen wie mit keiner anderen Maßnahme im Haushalt. Der aus Sägenebenprodukten gefertigte moderne Holzbrennstoff wird in den kommenden Jahren ausreichend und zu einem günstigen Preis zur Verfügung stehen. Seit Januar 2020 erhalten Besitzer von Ölheizungen bis zu 45 % Zuschuss für eine neue Pelletheizung, alle anderen profitieren beim Heizen mit Pellets von einem Zuschuss in Höhe von 35 %.

Quelle: Zeitschrift „Bauen +“ Ausgabe Mai 2020

Link: https://www.bauenplus.de/zeitschrift/aktuelle-ausgabe/holzpellets-klimaneutral-heizen/

Gesetze und Verordnungen

Für den Energie-Bereich gelten zahlreiche Gesetze.

Um welche es sich vor allem handelt und was sie regeln, erfahren Sie auf dieser Seite.

  • Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
  • Gebäudeenergiegesetz (GEG)
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
  • Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)
  • Heizkostenverordnung (HeizkostenV)

Wer den Wortlaut der Gesetze benötigt, kann unter http://www.gesetze-im-internet.de im Internet nachschlagen.

Hier folgt eine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte der wichtigsten Energie-Gesetze

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Zusammen mit der Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV), der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV), der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) und der Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) regelt das EnWG wichtige Grundsätze der Strom- und Gasversorgung. Dazu zählen insbesondere

  • die Entflechtung von Energieversorgung und Netzbetrieb,
  • der diskriminierungsfreie Netzzugang,
  • die allgemeine Anschlusspflicht,
  • die Pflicht der Lieferer zur Grund- und Ersatzversorgung und
  • die Pflicht zur Stromkennzeichnung.

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Das Gebäudeenergiegesetz ersetzt die früheren Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Details zum GEG werden an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Energieeinsparverordnung (EnEV) (ersetzt durch GEG)

Die EnEV enthält bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf von Gebäuden. Sie gilt sowohl für Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude.

Für Neubauten werden umfangreiche Vorgaben zum Primärenergiebedarf und zum Wärmeschutz der Gebäudehülle gemacht. Für Wohngebäude gelten außerdem Vorgaben zum Hitzeschutz (sommerlicher Wärmeschutz), zur Luftdichtheit der Außenhülle und zum Mindestluftwechsel.

Für bestehende Gebäude, die saniert werden sollen, werden Mindestanforderungen an die zu erreichende energetische Güte von Bauteilen formuliert. Der Nachweis kann als Bauteil-Nachweis für den Wärmeschutz der geänderten Außenbauteilflächen oder als Gebäude-Nachweis für die Energieeffizienz des gesamten Hauses erfolgen (Primärenergiebedarf, Transmissionsverluste). Im Falle des Gebäude-Nachweises dürfen die Neubau-Anforderungen der EnEV um höchstens 40 % überschritten werden.

Die EnEV ist die Grundlage für die Erstellung von Energieausweisen.

Mit der Fortschreibung der EnEV werden die energetischen Anforderungen ab 2016 weiter verschärft. Die energetischen Standards für Neubauten steigen ab Januar um 25 Prozent. Zudem wird der Endenergiebedarf von Gebäuden im Energieausweis auch in Form von Energieeffizienzklassen dargestellt. Außerdem müssen alte Heizkessel auf Basis flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe nach 30 Jahren Betriebszeit erneuert werden (nicht betroffen sind Niedertemperatur- und Brennwertkessel).

Für Bestandsgebäude sind keine Verschärfungen vorgesehen. Hier gelten nach wie vor die bereits 2015 geltenden Mindestwerte für die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte).

Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) (ersetzt durch GEG)

Mit diesem Gesetz wird der anteilige Einsatz erneuerbarer Energie für alle neuen Gebäude zur Pflicht.

Mit dem Gesetz wird das Ziel verfolgt, den Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte bis zum Jahr 2020 auf 14 Prozent zu erhöhen.

Für Bestandsgebäude gelten die Pflichten des Gesetzes nicht, mit einer Ausnahme: Da öffentlichen Gebäuden eine Vorbildfunktion zukommt, müssen sie im Ergebnis grundlegender Renovierungsarbeiten ebenfalls einen bestimmten Anteil an erneuerbaren Energien nutzen.

Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sieht vor, das EEWärmeG mit der EnEV abzugleichen. Dabei muss man insbesondere die Überschneidungen an Schnittstellen prüfen sowie die Möglichkeiten das Gesetz zu vereinfachen, damit die erneuerbaren Energien besser in die Wärmeversorgung von Gebäuden integriert werden können. Auch soll geprüft werden, inwieweit man das EEWärmeG und die EnEV zusammenlegen kann.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Zweck dieses Gesetzes ist es, die Verbreitung und Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.

Das Ziel besteht darin, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2025 auf 40 bis 45 % zu erhöhen.

Das EEG umfasst detaillierte Regelungen zur Vergütung des aus regenerativen Quellen erzeugten Stroms. Nachdem im Juli 2014 auch der Bundesrat zugestimmt und die EU-Kommission die beihilferechtliche Genehmigung beschlossen hat, ist das novellierte EEG zum 01.08.2014 in Kraft getreten.

Zurzeit wird an einer Neufassung des EEG-Gesetzes gearbeitet. Am 08.06.2016 wurde die Reform zunächst vom Kabinett verabschiedet. Sie soll 2019 in Kraft treten.

Künftig sollen sich neue Anlagen dem Wettbewerb stellen – in Ausschreibungen soll der günstigste Bieter zum Zuge kommen. Es wird befürchtet, dass im Ergebnis z. B. Bürgerwindparks schwerer zu realisieren sein werden.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)

Am 3.12.2015 wurde die Neufassung des Kraft-WärmeKopplungsgesetzes (KWK-G 2016) vom Deutschen Bundestag angenommen. Auch der Bundesrat hat zugestimmt. Es ist am 1.1.2016 in Kraft getreten und löst damit das KWK-G 2012 ab.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versteht man die die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom. Diese Gleichzeitigkeit vermindert die Verluste gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom (im Kraftwerk) und Wärme (vor Ort beim Nutzer).

Das KWK-Gesetz regelt deshalb die Förderung der KWK vor allem im Bereich kleiner und kleinster Anlagen (d. h. im Bereich ab etwa 1 Kilowatt elektrischer Leistung bis 2 Megawatt).

Da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von KWK-Anlagen verändert haben, wurden insbesondere die Zuschläge für den erzeugten, den ins Netz eingespeisten und den selbst verbrauchten Strom mit dem KWK-G 2016 neu geregelt. Die Förderdauer beträgt zukünftig bis zu einer elektrischen KWK-Leistung von 50 kW 60.000 Vollbenutzungsstunden. KWK-Anlagen über 50 kW erhalten wie bisher eine KWK-Förderung über einen Zeitraum von 30.000 Vollbenutzungsstunden. Neu errichtete BHKWs bis 50 kW Leistung können einen KWK-Zuschlag bis zu 8 Cent pro erzeugter Kilowattstunde erhalten.

Details hierzu findet man zum Beispiel unter folgenden Adressen: http://www.noerr.com/~/media/Noerr/PressAndPublications/News/2015/Energie/Noerr-ueberblick-KWKG-2016.pdf und http://www.asue.de/node/2262

Neu ist auch die Pflicht, KWK-Strom, der nicht selbst verbraucht wird, direkt zu vermarkten. Diese Pflicht gilt für alle KWK-Anlagen mit einer elektrischen KWK-Leistung von mehr als 100 kW und wird abhängig von der Anlagengröße schrittweise eingeführt.

Heizkostenverordnung (HeizkostenV)

In der Heizkostenverordnung sind alle Regelungen zusammengefasst, die der Umlage der Heiz- und Warmwasserkosten in vermieteten Gebäuden auf die einzelnen Nutzer dienen.

Folgende Kostenpositionen können demnach auf die Mieter umgelegt werden:

  • Brennstoffkosten, Betriebsstrom, Kosten der Wartung und Bedienung, Überwachung, Pflege, Prüfung, Reinigung und Einstellung der Anlage Kosten, Schornsteinfeger, Kosten der Mess- und Erfassungstechnik, Eichkosten, Kosten für die Erstellung der Heizkostenabrechnung, Kosten der Verbrauchsanalyse
  • Kosten der Wärmelieferung (wenn die Heizungsanlagen nicht vom Vermieter selbst betrieben werden)

Fördermöglichkeiten im Energiebereich

Im Energiebereich bestehen zahlreiche Fördermöglichkeiten. Die „Förderlandschaft“ ist jedoch ständig in Bewegung, so dass an dieser Stelle immer nur ausgewählte Themen und Fördergegenstände dargestellt werden können.

Wer sich umfassend informieren möchte, kann die Förderdatenbank des Bundes im Internet unter http://www.foerderdatenbank.de nutzen. Er findet dort EU-, Bundes- und Länderprogramme.

Für einige ausgewählte Fördermöglichkeiten finden Sie hier erste zusammengefasste Informationen. Weitere Informationen zu den jeweiligen Fördermöglichkeiten finden Sie auf den entsprechenden Internetseiten:

Die KfW-Bank fördert Vorhaben von Privatleuten und Unternehmen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit zinsgünstigen Krediten und/oder Zuschüssen für den Erwerb, Neubau, die Sanierung und/oder Erweiterung von Immobilien.

Hier sind einige geförderte Bereiche mit den zugehörigen Programmen für Privatpersonen aufgeführt:

  • Energieeffizient Bauen (Programm 153; Kredit)

Für den Bau oder Kauf eines neuen KfW-Effizienzhauses.

  • Energieeffizient sanieren (Programm 151/152; Kredit)

Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder energetische Einzelmaßnahmen.

  • Energieeffizient sanieren (Programm 430; Zuschuss)

Für energetische Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen oder energetische Einzelmaßnahmen.

  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Brennstoffzelle (Programm 433; Zuschuss)

Für den Einbau von Brennstoffzellensystemen.

  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung (Programm 431; Zuschuss)

Für die Planung und Baubegleitung durch einen Experten für Energieeffizienz. Nur in Kombination mit den Programmen 151/152 oder 430 und 153.

  • Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit (Programm 167; Kredit)

Für die Umstellung von Heizungsanlagen auf erneuerbare Energien.

  • Erneuerbare Energien – Standard (Programm 270; Kredit)

Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien für die Strom- und Wärmeerzeugung sowie Batteriespeicher und Weiteres.

  • Erneuerbare Energien – Speicher (Programm 275; Kredit)

Für die Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen.

Für Unternehmen jeglicher Größe und Kommunen bietet die KfW eine attraktive Förderung für eine Vielzahl von Umweltschutzmaßnahmen, beispielsweise:

  • KfW-Umweltprogramm (Programm 240; Kredit)

Umwelt schützen und Ressourcen schonen.

  • BMUB-Umweltinnovationsprogramm (Programm 230; Kredit, Zuschuss)

Für innovative großtechnische Pilotvorhaben, die die Umwelt nachhaltig entlasten – Projekte mit Vorbildcharakter, die bisher nicht am Markt umgesetzt wurden.

Weitere Informationen und zusätzliche Programme finden Sie unter http://www.kfw.de.

Die BAFA bietet viele Informationen und Förderprogramme rund um das Thema Energie an.

Energieberatung Wohngebäude

Das Förderprogamm „Energieberatung Wohngebäude“ trägt zur Umsetzung des energiepolitischen Ziels der Bundesregierung bei, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Eine qualifizierte Beratung soll helfen, Energieeinsparpotenziale zu finden und Wege zur Erhöhung der Energieeffizienz in Wohngebäuden aufzuzeigen.

Hierbei handelt es sich um einen Zuschuss, den der Berater erhält. Dieser ist dazu verpflichtet, diesen mit seinen in Rechnung gestellten Beratungskosten zu verrechnen.

Beim Vor-Ort-Termin ermittelt der Energieberater die wesentlichen Gebäudedaten und erstellt daraus einen Energieberatungsbericht.

Der Kunde einer solchen Beratung kann wählen zwischen der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für

  • eine Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Gesamtsanierung) oder
  • eine umfassende energetische Schritt-für-Schritt-Sanierung mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).

Auf der Seite https://www.energie-effizienz-experten.de/ können alle Eigentümer, Mieter oder Pächter die in ihrer Umgebung verfügbaren Energieberater Mithilfe der Beratersuche finden.

Weitere Informationen zum Förderprogramm können auf den Seiten der BAFA (http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Energieberatung_Wohngebaeude/energieberatung_wohngebaeude_node.html) gefunden werden.

Energieberatung im Mittelstand

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen durch qualifizierte und unabhängige Beratungen Informationsdefizite abbauen, Energiesparpotenziale erkennen und Energieeinsparungen realisieren können. Dazu bietet das BAFA dieses Angebot an. Antragsberechtigte, die Art und Höhe der Förderung sowie weitere Informationen erhalten Sie hier:

http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieberatung/Energieberatung_Mittelstand/energieberatung_mittelstand_node.html

Heizen mit erneuerbaren Energien (Marktanreizprogramm)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert weiterhin die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien durch den Einsatz von Solarthermie, Biomasse oder Wärmepumpen.

Seit dem 1. Januar 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme bzw. Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt ab diesem Zeitpunkt ausschließlich online.

Im Einzelnen werden die folgenden Anwendungen gefördert:

Errichtung oder Erweiterung von Solarthermieanlagen zur:

  • ausschließlichen Warmwasserbereitung
  • ausschließlichen Raumheizung
  • kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung
  • solaren Kälteerzeugung
  • Zuführung der Wärme und/oder Kälte in ein Wärme- und / oder Kältenetz
  • Bereitstellung von Prozesswärme

Weitere Informationen zur Förderung von Solarkollektoranlagen:

http://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Solarthermie/solarthermie_node.html

Errichtung oder Erweiterung von Biomasseanlagen:

  • Kessel zur Verbrennung von Biomassepellets und -hackschnitzeln
  • Pelletöfen mit Wassertasche
  • Kombinationskessel zur Verbrennung von Biomassepellets bzw. Holzhackschnitzeln und Scheitholz
  • besonders emissionsarme Scheitholzvergaserkessel
  • Nachrüstung mit einer Einrichtung zur Brennwertnutzung
  • Nachrüstung mit einer Einrichtung zur Staubminderung

Weitere Informationen zur Förderung von Biomasseanlagen:

http://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Biomasse/biomasse_node.html

Errichtung von effizienten Wärmepumpen zur:

  • Kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden
  • ausschließlichen Raumheizung von Gebäuden, wenn die Warmwasserbereitung des Gebäudes zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt
  • ausschließlichen Raumheizung von Nichtwohngebäuden
  • Bereitstellung von Prozesswärme
  • Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

Weitere Informationen zur Förderung von Wärmepumpen:

http://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Waermepumpen/waermepumpen_node.html

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Förderung der Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien

Mit dem APEE wird der Umstieg zu modernen Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien stärker und umfassender gefördert. Diejenigen, die unter Inanspruchnahme des Marktanreizprogramms ihre besonders ineffiziente Heizungsanlage austauschen oder solarthermisch modernisieren möchten, können eine zusätzliche Förderung erhalten, wenn sie zugleich das gesamte Heizungssystem (inklusive Heizkörpern und Rohrleitungen) optimieren.

Weitere Informationen:

http://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Anreizprogramm_Energieeffizienz/anreizprogramm_energieeffizienz_node.html

Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen

Gefördert werden Mini-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 20 kW mit einem Investitionszuschuss, um die Potentiale der Kraft-Wärme-Kopplung im Bereich kleinerer Objektversorgung zu erschließen.

Weitere Informationen: http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Kraft_Waerme_Kopplung/Mini_KWK/mini_kwk_node.html

Die neuen Richtlinien des Förderprogramms „RENplus 2014 – 2020“, womit die ILB Maßnahmen zur Senkung der energiebedingten CO2-Emissionen im Rahmen der Umsetzung der Energiestrategie des Landes Brandenburg unterstützt, sind zum 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Die Richtlinie gilt für Kommunen und Unternehmen, nicht aber für Privatpersonen.

Es werden u.a. insbesondere folgende Maßnahmen gefördert:

  • Vorhaben in den Bereichen Energieeffizienz und Speichersysteme
  • Vorhaben zur Integration Erneuerbarer Energien
  • Investitionen in Energieinfrastrukturen
  • Erarbeitung von Studien sowie Energie- und Klimaschutzstrategien

Näheres erfahren Sie unter https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/renplus-2014-2020/.

  • Brandenburg-Kredit Energieeffizienter Wohnungsbau: Die ILB ergänzt die Förderprogramme der KfW Bankengruppe „Energieeffizient Sanieren“ und „Energieeffizient Bauen“ mit einem weiteren Tilgungszuschuss.
  • Brandenburg-Kredit Mietwohnungsneubau: Förderung des Neubaus von preiswertem Wohnraum, vor allem in Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt. Er kann eigenständig oder in Ergänzung zu weiteren Förderungsmöglichkeiten beantragt werden.
  • Brandenburg-Kredit Wohnraum Modernisieren: Förderung der Modernisierung von Mietwohnraum. Zinsverbilligte Darlehen ermöglichen es, Wohnraum zukunftsorientiert herzurichten und anschließend preisgünstig am Markt anbieten zu können.
  • Mietwohnungsbau Modernisierung: Die ILB fördert die generationengerechte Anpassung von Mietwohngebäuden durch Modernisierung und Instandsetzung mit zinsfreien Darlehen.
  • Mietwohnungsbau Neubau: Die ILB fördert den Neubau sowie die Umnutzung (Wiederherstellung, Erweiterung und Anpassung) von Mietwohngebäuden mit zinsfreien Darlehen und Zuschüssen.
  • Wohneigentum – Modernisierung/Instandsetzung mit energetischer Sanierung: Die ILB fördert die energetische Sanierung von selbst genutztem Wohneigentum in Innenstädten mit zinsfreien Darlehen.

Detailinformationen finden Sie über den ILB-Förderfinder auf der Seite http://www.ilb.de/.

Energieberatung

Das Thema „Energie“ ist ein weites Feld, und zudem eines mit vielen Fachbegriffen. Deshalb sollten sich Laien nicht scheuen, Beratungsangebote anzunehmen.

An dieser Stelle wird auf ausgewählte Möglichkeiten der Energieberatung hingewiesen:

  • Verbraucherzentrale
  • Expertenliste für Förderprogramme des Bundes
  • EMB Kundenbüro in Beelitz
  • Weitere Informationsangebote

Welche Anlaufstelle für Sie die richtige Adresse ist, hängt vom Anliegen ab. Zur ersten Orientierung werden hier die Hauptinhalte der Beratungsangebote dargestellt:

Private Verbraucher können sich mit ihren Anliegen und Fragen u.a. zu folgenden Themen an die Verbraucherzentrale wenden:

  • Energiespartipps (z.B. Stromverbrauch von Haushaltsgeräten)
  • Erneuerbare Energien
  • Gebäudesanierung
  • Haustechnik (Heizung, Lüftung, Warmwasser)
  • Energieabrechnung (z.B. Heizkosten)
  • Ärger mit Versorgern
  • Anbieterwechsel
  • Musterbriefe Energie

Verbraucherzentrale Brandenburg

Beratungsstelle Potsdam (am Hauptbahnhof, Ausgang Nord)
Babelsberger Straße 18, 14473 Potsdam

Unter folgender Adresse finden Sie auch alle anderen Anlaufstellen in Brandenburg:

https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/energiesparberatung-15772

Die Energieberatung wird finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Terminvereinbarung für eine kostenlose Energiesparberatung ist online oder telefonisch möglich. Eine Energierechtsberatung kostet 14,70 Euro (Nachlass bei geringem Einkommen möglich). Während der Corona bedingten Einschränkungen findet die Erstberatung immer telefonisch statt. Eine Energieberatung bei Ihnen zu Hause ist auch möglich. Diese kostet 30 Euro.

Landesweites Servicetelefon für Terminvergabe und Auskünfte:

0331 / 9822 9995 (Mo bis Fr 9-18 Uhr)

Terminbuchung online: https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/terminbuchung

Für alle, die

  • die Vor-Ort-Beratung (BAFA),
  • das Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren (KfW) oder
  • das Programm KfW-Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz

in Anspruch nehmen wollen, gibt es unter https://www.energie-effizienz-experten.de das Portal „Expertenliste für Förderprogramme des Bundes“.

Das Portal hilft beim Finden eines zugelassenen Beraters für das jeweilige Programm.

Die bundesweit kostenlose Energie-Hotline 0800 0736734 steht Ihnen für alle Fragen rund um die Themen energetisches Bauen und Sanieren und zur Expertensuche zur Verfügung.

Die EMB GmbH ist ein in der Region tätiger Strom- und Erdgaslieferer. Die EMB unterhält in Beelitz ein Kundenbüro:

EMB Kundenbüro Beelitz
Regionalbereich Havelland
Poststraße 9
14547 Beelitz

Tel: 0331 7495-709  
Öffnungszeiten: Dienstag 13:00 – 17:00 Uhr

Folgende Dienstleistungen werden angeboten: Beratung zu Erdgas- und Stromtarifen, Information zu Energielösungen, Tipps rund ums Energiesparen

Ansprechpartnerin ist Frau Sylvia Huwe (Regionalbereichsleiterin). Sie ist auch zu erreichen unter 0331 7495-401 bzw. huwe.sy@emb-gmbh.de.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat eine Themenseite (http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/verbraucherinformationen.html) eingerichtet, die zu vielen energierelevanten Inhalten aktuelle Links enthält. An diese Stellen können Sie sich wenden, wenn Sie Probleme oder Fragen haben oder sich weiter informieren möchten. Die hier aufgeführte Liste enthält keine Linkverknüpfungen (Nutzen Sie für die Weiterleitung die aktuelle Themenseite des BMWi oder suchen Sie die gewünschte Stelle über eine Suchmaschine):

  • Anbieterwechsel und Streitschlichtung
    • Fragen im Zusammenhang mit dem Wechsel des Energieversorgers: Energieberatungsstelle der unabhängigen Verbraucherzentralen
    • Probleme mit dem Strom- oder Gaslieferanten: Verbraucherservice der Bundesnetzagentur (BNetzA)
    • Streitfälle zwischen Verbraucher und Energieversorgungsunternehmen: Schlichtungsstelle Energie
    • Rechts- und Anwendungsfragen des EEG: Clearingstelle EEG
  • Energieeffizienz und Energiesparen
    • Fragen zum privaten Energieverbrauch: Energieberatungsstelle der unabhängigen Verbraucherzentralen
    • Informationen zum Thema Stromsparen: Initiative Energieeffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena)
    • Förderprogramme für die energetische Sanierung oder zum Einsatz erneuerbarer Energien: BINE-Informationsdienst
    • Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union: Förderdatenbank des Bundes
    • Erkennen und Nutzen von Energiesparpotenzialen kleiner und mittlerer Unternehmen: Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz
    • Experten für die Förderprogramme des Bundes: Energieeffienz-Experten-Liste
    • Informationen zum Energieeffizienz-Label: Initiative Energieeffizienz der dena
    • Ökodesign, Energieeffizienz-Label und Rechtsvorschriften: Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
    • Informationen zum Pkw-Label: Internetplattform Pkw-Label
    • Suchen, Finden und Vergleichen verschiedener Angebote von Energiedienstleistungen als Verbraucher, Eintragen von Leistungen als Anbieter: Anbieterliste der Bundesstelle für Energieeffizienz
  • Erneuerbare Energien / Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
    • Informationen zu regenerativen Energieträgern und umweltfreundlichen Technologien – Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie: Informationsportal Erneuerbare Energien
    • Informationen über die Vorteile einer Versorgung mit erneuerbaren Energien: Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)
    • Informationen, Beratung und Antragsformulare zur Förderung aus dem Marktanreizprogramm (MAP) für erneuerbare Energien im Wärmemarkt: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
    • Informationen zum EEG, zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G), zur Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) und zur Offshore-Haftungsumlage: Informationsplattform der Übertragungsnetzbetreiber
  • Markttransparenz und Marktaufsicht
    • Überwachung des Energiegroßhandels durch die Bundesnetzagentur: Internetportal der Markttransparenzstelle
  • Energie- und Stromsteuer
    • Informationen zur Energie- und Stromsteuer: Zollverwaltung

Energiespartipps

Energiesparen schont Ressourcen, vermeidet CO2-Emissionen und spart Geld. Energiesparen ist zusammen mit der Nutzung erneuerbarer Energien und dem Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplung das Kernstück der Energiewende. Die EU-Kommission hat als europäisches Sparziel 30 % bis 2030 vorgegeben.

„Königsweg“: 3 Schritte zur Energieeffizienz:

  1. Energiebedarf senken
  2. so viel wie möglich vom verbleibenden Bedarf mit erneuerbaren Energien decken bzw. mit CO2-armen Energieträgern bzw. Technologien
  3. Restbedarf mit konventionellen Mitteln decken

Im Folgenden werden Hinweise zu folgenden Themen gegeben:

  • Energie und Kosten sparen in Haushalt und Kleingewerbe
  • Energiesparen bei Heizung und Warmwasser
  • Heizung im Einfamilienhaus
  • Berechnungstool für energetische Sanierung

Energie und Kosten sparen in Haushalt und Kleingewerbe

  • Vergleichsportale richtig nutzen (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)

Beziehen Sie generell keinen Bonus beim Preisvergleich ein, sondern nur die Arbeits- und Grundpreise.

Meiden Sie Tarife mit Vorkasse.

Schauen Sie bei unbekannten Anbietern auf deren Internetseiten und speziell im Impressum nach, welches Unternehmen dahintersteckt.

Vor einem Vertragsabschluss sollten Sie mit dem Anbieter klären, ob Bonus oder Rabatt in Ihrem Fall gewährt werden. Schriftlich bestätigen lassen!

Preisgarantien sollten mindestens für die Erstlaufzeit des Vertrags gelten.

Die Laufzeit eines Vertrags sollte nicht länger als zwölf Monate sein.

Mitdenken / Zählerstände kontrollieren

Energiesparen beginnt damit, den Energieverbrauch zu hinterfragen und (zumindest von Zeit zu Zeit) zu kontrollieren. Bereits das monatliche Ablesen von Gas- und Stromzählern kann Aufschlüsse über das Verbrauchsverhalten geben. Ein Modellvorhaben von Deutscher Energie-Agentur (dena), Energiedienstleister ista, Deutschem Mieterbund und Bundesbauministerium hat das bestätigt: Mieter, die monatlich über ihren Heizungsverbrauch informiert werden, benötigen im Durchschnitt 16 Prozent weniger Energie als Mieter, die keine regelmäßige Heizinformation erhalten.

Anschaffung sparsamer Elektrogeräte

Moderne Kühlschränke verbrauchen etwa halb so viel Strom wie alte Geräte. Ähnlich ist es mit Waschmaschinen und Geschirrspülern.
Beispiel: Ein zwölf Jahre alter Kühlschrank mit einem Volumen von 90 Litern frisst in einer Rechnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 392 Kilowattstunden im Jahr. Das Nachfolgemodell mit der Kennung A+++ braucht hingegen nur 157 Kilowattstunden.
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet Ihnen unter

http://www.spargeraete.de/vzbv einen Service zur Abschätzung der Stromkosten von Alt- und Neugeräten.

Unter dem Link http://www.asue.de/node/2257 finden Sie eine Broschüre zum Thema.

Elektrogeräte auslasten bzw. optimal einstellen

Geschirrspüler erst laufen lassen, wenn er voll ist; Kapazität von Waschmaschinen ausnutzen; möglichst geringe Waschtemperatur wählen, 90°C-Programm vermeiden; trocken schleudern vor Einsatz von Trocknern; Herdplatten rechtzeitig abschalten und Restwärme nutzen; Kühlschrank bedarfsgerecht und nicht unbedingt auf kälteste Stufe einstellen
Beispiel 1: Während ein Waschgang mit 60 °C etwa 0,9 kWh Strom verbraucht, sind es bei einem Waschgang mit 90°C bereits 1,4 kWh (entsprechend 0,5 bzw. 0,8 kg CO2).
Beispiel 2: Kühlschrank nicht auf höchster Stufe einstellen: 7°C zum Kühlen und -18°C zum Gefrieren

Elektrowärme minimieren

Deutsche Kraftwerke verursachen im Durchschnitt etwa 600 g CO2-Emissionen pro Kilowattstunde. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen nur rund 200 g CO2 pro Kilowattstunde.

Deshalb sollte, solange der Strom nicht aus der eigenen Photovoltaikanlage kommt, der Stromverbrauch für die Heizung und Warmwasserbereitung so gering wie möglich gehalten werden.

Das bedeutet in der Praxis: Warmwasserbereitung nicht mit Strom betreiben; Waschmaschine oder Geschirrspüler nach Möglichkeit an die vorhandene Warmwasserversorgung anschließen; auf elektrische Fußbodenheizungen verzichten.

Beispiel: 15 Liter Leitungswasser von 10 °C auf 60 °C zu erwärmen (z. B. im Geschirrspüler) erfordert 0,9 kWh Strom. Das verursacht Kosten von derzeit rund 26 Cent und 0,5 kg CO2. Bei Verwendung von Erdgas fallen für dieselbe Wassermenge nur 7 Cent und 0,2 kg CO2 an.

Bedarfsgerechte und Energie sparende Beleuchtung

Eine zweck- bzw. arbeitsplatzbezogene Beleuchtung ist einer allgemeinen „Festbeleuchtung“ vorzuziehen. Energiespar- und LED-Lampen statt Glühlampen senken Stromverbrauch und Stromkosten um 70 bis 80 %.

Wo es möglich ist, kann eine automatische Schaltung dafür sorgen, dass das Ausschalten nicht vergessen wird (Treppenlichtautomatik; Präsenzmelder).

Stand-by vermeiden

Allein bei einem TV-Gerät kommt im Stand-by-Modus ein vermeidbarer Stromverbrauch von bis zu 70 kWh im Jahr zusammen. Für weitere Geräte mit Stand-by (PC mit Drucker und Monitor, Stereo-Anlage, DVD-Player usw.) können noch einmal 70 kWh anfallen.

Zusammen ergibt das ein Potenzial von rund 140 kWh/a mit Kosten von über 40 Euro pro Jahr und vermeidbaren CO2-Emissionen in Höhe von rund 86 kg/a.

Mit ein bis drei abschaltbaren Steckerleisten (Stückpreis ab 10 Euro) kann dieses Sparpotenzial erschlossen werden.

Energiesparen bei Heizung und Warmwasser

Richtiges Lüften

Beim Lüften soll die verbrauchte und mit Feuchtigkeit gesättigte Luft ausgetauscht werden. Möbel und Wände speichern Wärmeenergie, deren Auskühlen soll dabei möglichst vermieden werden, da die erneute Aufheizung unnötig viel Wärmeenergie verbrauchen würde. Je nach Jahreszeit können unterschiedliche Vorgehensweisen empfohlen werden.
Es gilt: Stoßlüftung bzw. Querlüftung statt Dauerlüftung und das mehrmals täglich bei abgedrehter Heizung. Die folgenden Zeitangaben dienen als Richtwert:

Stoßlüftung: Öffnen aller Fenster auf einer Raumseite für vier bis sechs Minuten im Winter, etwa doppelt so lange im Frühjahr/Herbst.

Querlüftung: Fenster und/oder Türen gegenüberliegender Raumseiten ganz oder gekippt öffnen (Durchzug); hier reichen in den Wintermonaten zwei bis sechs Minuten und vier bis 15 Minuten im Frühjahr/Herbst.

Von einer dauerhaften Kippstellung der Fenster wird in der Heizzeit abgeraten.

Thermostatventile

Mit Thermostatventilen kann für jeden Raum die zweckmäßigste Temperatur eingestellt werden. Es gilt die Faustformel: 1 °C mehr Raumtemperatur = 6 % mehr Verbrauch. Empfohlene Werte: Schlafzimmer 15 – 18 Grad, Küche 16 – 18 Grad und Wohn- und Kinderzimmer 20 Grad.
Einmal als „passend“ empfundene Einstellungen sollten dauerhaft beibehalten werden, ein häufiges „Herumstellen“ sollte (außer beim Lüften) nach Möglichkeit unterblieben.
Wer programmierbare Thermostatventile nutzt, kann außerdem für die Zeit seiner Abwesenheit geringere Temperaturen einstellen, aber Vorsicht: ein Auskühlen der Räume sollte vermieden werden.

Heizung im Einfamilienhaus

Wer seine Heizungsanlage modernisieren, ersetzen oder optimieren möchte und dafür einen Spezialisten sucht (Handwerker, Sachverständige, Energieberatung), kann sich u. a. an die Handwerkskammer Potsdam in der Charlottenstraße 34 – 36, 14467 Potsdam, wenden (Telefon 0331 3703-0; http://www.hwk-potsdam.de/9,512,bdbsearch.html).

energieeffiziente Heizungspumpen:

Das Herz der Heizungsanlage ist die Heizungspumpe. Sie transportiert das erwärmte Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern. Die Heizungspumpe verursacht allein rund 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Sie verbraucht häufig mehr Strom als ein Kühlschrank oder Gefriergerät. Der Austausch einer alten Umwälzpumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe der Energieeffizienzklasse A macht sich bei einem Einfamilienhaus nach drei bis fünf Jahren bezahlt.

veraltete Kessel tauschen:

Der Austausch veralteter Kessel senkt durch die Ersparnis von Öl und Gas die CO2-Emissionen und die Brennstoffkosten. Ob der alte Niedertemperatur-Kessel nach etwa 20 Jahren durch Brennwerttechnik oder z.B. durch eine stromerzeugende Heizung (Mikro-KWK-Anlage) ersetzt wird, hängt von den technischen Gegebenheiten und von den Vorstellungen des „Häuslebauers“ ab.

hydraulischer Abgleich:

Mit einem hydraulischen Abgleich wird eine ungleichmäßige Wärmeverteilung im Haus vermieden. Das spart Brennstoffkosten. Die Abstimmung der Einzelkomponenten durch einen Heizungsfachmann ist nicht nur im Zuge einer Heizungserneuerung sinnvoll. Auch bei bestehenden Heizanlagen kann diese Maßnahme zu spürbaren Einsparungen beitragen.
Ein hydraulischer Abgleich ist Voraussetzung für die Förderung der Heizungsmodernisierung durch die KfW bzw. das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Wärmedämmung, Fenstermodernisierung:

Durch Wärmedämm-Maßnahmen und den Einbau neuer Fenster werden die Wärmeverluste eines Gebäudes verringert. Solche Maßnahmen verursachen relativ hohe Kosten, sorgen aber für einen dauerhaft niedrigen Energieverbrauch des Hauses.
Die Tabelle listet auf, mit welchen Kosten man bei einer nachträglichen Wärmedämmung rechnen kann bzw. muss (Quelle: www.energiesparen-im-haushalt.de):
Ob bzw. über welchen Zeitraum sich Dämmmaßnahmen „rechnen“, hängt von vielen Faktoren ab, insbesondere aber von der (anzunehmenden) Steigerung der Energiepreise, von den Finanzierungsbedingungen (inkl. Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Fördermitteln) und von den Nutzungsbedingungen (z. B. Umlage der Modernisierungskosten bei vermietetem Wohnraum). Hier hilft nur eine genaue Berechnung anhand der örtlichen Gegebenheiten weiter.

Zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen können Sie u.a. auf die KfW-Programme 151/152 „Energieeffizient sanieren – Kredit“ oder 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ zurückgreifen https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Kredit-(151-152)/

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Zuschuss-(430)/index.html#1

Berechnungstool für energetische Sanierung

Die dena hat ein Expertentool zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungen entwickelt. Ergänzend zur Bilanzierung dient es Energieberatern und Architekten als nützliche Arbeitshilfe zur Darstellung energieeffizienzbedingter Mehrkosten. Mit der Ergebnisdarstellung kann der Experte dem Bauherrn anschaulich vermitteln, ob sich die Investitionen lohnen und unterstützt damit die Entscheidungsfindung. Es können mehrere Sanierungsvarianten berechnet und bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit beurteilt werden.

Das Expertentool wird hinsichtlich der gültigen Finanzierungs- und Förderbedingungen angepasst und wird regelmäßig überprüft.

Weitere Infos unter http://www.zukunft-haus.info/ bzw. unter https://www.febs.de/service/toolbox/beratung/wirtschaftlichkeit/

Erneuerbare Energien

Unter dem Begriff Erneuerbare Energien werden Energiequellen zusammengefasst, die im Rahmen des menschlichen Zeithorizonts praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Sie unterscheiden sich somit von den fossilen Energiequellen, die sich (wenn überhaupt) über wesentlich längere Zeiträume regenerieren. Das Gesamtspektrum der erneuerbaren Energien umfasst Windenergie, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse und Erdwärme.

Als Synonym werden auch die Begriffe regenerative Energien oder alternative Energien verwendet.

Einige Erneuerbare Energien sind zwar praktisch unerschöpflich, aber trotzdem nur in begrenzter Menge verfügbar. Das gilt für alle auf Biomasse beruhenden Technologien. So kann z.B. dem Wald nur soviel Holz entnommen werden, wie nachwächst.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie (Kraft), die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke. Die Abgabe von ungenutzter Abwärme an die Umgebung wird dabei (im Unterschied zum ausschließlich Strom erzeugenden Kraftwerk) weitestgehend vermieden.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen kleinere KWK-Anlagen für die Versorgung einzelner Wohngebiete bzw. Häuser, sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW). BHKWs können sowohl mit fossilen Energieträgern (z. B. Erdgas) als auch mit Erneuerbare Energien (z. B. Biogas) betrieben werden.

Mit dem am 03.12.2015 vom Bundestag verabschiedeten neuen KWK-Gesetz (KWK-G 2016) entfallen weitgehend die Zuschläge für selbst genutzten KWK-Strom, der nicht in ein öffentliches Stromnetz eingespeist wird. Dafür sieht der Entwurf höhere Zuschläge für eingespeisten KWK-Strom vor. Darüberhinaus bekommen Bestandsanlagen von Erdgas-KWK, die bereits aus der KWK-G Förderung heraus gefallen sind, zunächst für 4 Jahre KWK-Zuschläge für den eingespeisten Strom. Details hierzu findet zum Beispiel unter folgender Adresse: http://www.noerr.com/~/media/Noerr/PressAndPublications/News/2015/Energie/Noerr-ueberblick-KWKG-2016.pdf.  Für Anlagen ab einer elektrischen Leistung von 100 kW gilt ein Direktvermarktungsgebot.

Einer ersten Orientierung zum Thema dienen die folgenden Informationen:

Thermische Solarkollektoren wandeln Sonnenenergie in Wärme um. Sie erfordern auf Grund der saisonalen und tageszeitlichen Schwankungen die Kombination mit einem Speicher und mit einer stetig verfügbaren Wärmeerzeugungsanlage (Kessel, Wärmepumpe oder BHKW).

Pro Quadratmeter Kollektorfläche können meist zwischen 400 und 600 kWh gewonnen werden (abhängig von  Ausrichtung und Typ der Kollektoren abhängig).

Gefördert werden Solarkollektoren über das Marktanreizprogramm der BAFA nur noch, wenn sie auch zur Heizungsunterstützung verwendet werden.

Für die Größe der Kollektorfläche eines 4-Personen-Haushaltes in Ein- und Zweifamilienhäusern gibt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) folgende Orientierung:

  • Röhrenkollektor ca. 4 m²
  • Flachkollektor ca. 6 m²

Bei Neubauten sind die Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes bestimmend für die Auslegung einer Solaranlage. Danach müssen bei Wahl einer Solaranlage mindestens 15 % des Wärmeenergiebedarfs des Gebäudes durch solare Strahlungsenergie abgedeckt werden.

Solarkollektoranlagen kosten komplett mit Speicher und Montage je nach Typ und Anbieter um die 1.000 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Bausätze können preiswerter sein.

Im Betrieb benötigt eine Solaranlage etwas Strom (ca. 15 – 20 €/Jahr) und alle ein bis zwei Jahre eine Wartung (50 – 100 €/Jahr).

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um.

Der PV-Anteil an der Brutto-Stromerzeugung im Jahr 2015 lag bei rund 7,5 Prozent, das entspricht rund 38,5 Mrd. Kilowattstunden. Die hohen Zuwachsraten verstärken den Druck, effiziente Speichertechnologien zu entwickeln.

Der erzielbare energetische Nutzen (Solarertrag) der einzelnen Anlage hängt vom Typ der Solarzellen und vom Standort ab. Für Beelitz kann bei optimaler Ausrichtung der Paneele mit einem jährlichen Stromertrag von rund 950 kWh  je Kilowatt installierter Leistung (kWpeak) gerechnet werden. Für 1 kWpeak benötigt man eine PV-Anlage mit etwa 8 bis 10 m² Solarfläche.

Die Anschaffungskosten für PV-Anlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Sie liegen derzeit bei knapp 1.400 Euro je Kilowatt installierter Leistung.

Auf Grund der stark gesenkten Einspeisevergütung für Solarstrom muss zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit ein möglichst hoher Anteil des erzeugten Stroms selbst genutzt werden. Empfehlungen gehen von mindestens 40 % aus. Deshalb sollte auch die Möglichkeit der Speicherung geprüft werden. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Die Vergütung für Solarstrom ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Demnach kann für Dachanlagen bis 10 kWpeak (in der Regel auf Ein- bis Zweifamilienhäusern oder Mietshäusern installiert), die Mitte 2016 in Betrieb gehen, mit etwa 12,3 Cent / kWh gerechnet werden. Dieser Wert wird schrittweise verringert.

Wärmepumpen machen Umweltwärme nutzbar. Als Wärmequellen kommen vor allem Luft, Grundwasser und das oberflächennahe Erdreich in Betracht. Wärmepumpen funktionieren nach dem Prinzip des „umgekehrten Kühlschranks“: Sie entziehen der Umwelt Wärme und nutzen sie für die Heizung oder Warmwasserversorgung. Als Antriebsenergie nutzen Wärmepumpen elektrischen Strom oder Erdgas.

Der deutsche Markt für Wärmepumpen nimmt 2016 wieder Fahrt auf. Im ersten Quartal 2016 verzeichnete die Wärmepumpentechnologie ein deutliches Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2016 bereits rund 15.000 Geräte abgesetzt. Damit wurde eine Trendumkehr geschafft. Denn im Jahr 2015 war der Wärmepumpenmarkt noch um 2 Prozent geschrumpft.

Die BAFA fördert Wärmepumpen  über das Marktanreizprogramm.

Entscheidender Parameter für die Effizienz von Wärmepumpen ist die Jahresarbeitszahl (JAZ), die als der Quotient aus abgegebener Wärme und verbrauchter Energie (meist Strom) definiert ist.

Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt die nebenstehenden Mindestwerte für die JAZ.

Grafik: Jahresarbeitszahlen

Nutzer sollten sich vom Planer eine Mindest-Jahresarbeitszahl garantieren lassen.

Um eine möglichst hohe Jahresarbeitszahl zu erreichen, sollten Wärmepumpen geringe Vorlauftemperaturen (ca. 35 °C) liefern. Als Heizungssystem werden deshalb meist Fußbodenheizungen eingesetzt. Das schränkt die Anwendbarkeit in Bestandsgebäuden ein, wenn man den Aufwand für den nachträglichen Einbau einer Fußbodenheizung berücksichtigt.

Wärmepumpen sind in der Anschaffung teuer. Eine Erd-Wärmepumpe mit einer thermischen Leistung von 10 kW kann beispielsweise Investitionskosten in einer der Größenordnung von rund 10.000 bis 12.000 Euro (brutto) verursachen. Hinzu kommen die Kosten für einen Erdkollektor von ca. 3.000 Euro. Systeme mit Bohrsonden liegen kostenmäßig noch darüber.

Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb ist ein spezieller Wärmepumpen-Stromtarif. Bei einigen Stromtarifen für Wärmepumpen muss beachtet werden, dass die Stromentnahme zu bestimmten Zeiten gesperrt ist. Für diese Sperrzeiten sollte ein Pufferspeicher vorhanden sein.

Biogas wird durch Vergärung organischer Stoffe erzeugt. Biogasanalgen verwerten z.B. neben Gülle pflanzliche Abfallprodukten oder Silage.

Die Biogasproduktion steht wegen der teilweisen Konkurrenz zur Nahrungsproduktion zuweilen unter Kritik, insbesondere dort, wo Einsatzstoffe wie z.B. Mais verwendet werden.

Das erzeugte Biogas wird in den meisten Fällen am Standort der Biogasanlage in BHKW eingesetzt. Für den erzeugten Strom sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz Vergütungssätze geregelt. Insbesondere für die erzeugte Wärme gibt es vor Ort oft (außer dem Eigenbedarf der Gärbehälter) keine vollständige Nutzung. Deshalb wird diese Wärme „über das Dach“ ungenutzt an die Umwelt abgegeben.

 Biomethan entsteht durch die Aufbereitung von Rohbiogas mittels CO2-Abscheidung und Reinigung. Das so aufbereitete Biogas kann ins Erdgasnetz eingespeist werden und eröffnet die Möglichkeit, den Ort der Gaserzeugung vom Ort der Verwertung zu entkoppeln sowie das Erdgasnetz als Speichermedium zu nutzen. Damit kann über die Veredlung zu Biomethan das Problem der ungenutzten Abwärme aus den BHKW weitgehend gelöst werden.

Gasversorger bieten mitunter Mischprodukte aus Erdgas und Biomethan an, wobei die Preise höher als bei reinem Erdgas liegen. Auch wird Biomethan als Kraftstoff dem Erdgas an Erdgastankstellen zugemischt.

Windkraftanlagen wandelt die kinetische Energie des Windes in Strom um und speist ihn in das öffentliche Netz ein.

Man unterscheidet zwischen Anlagen an Land (onshore) und auf See (offshore). Stand der Technik sind Neu-Anlagen ab 3 MW Leistung und Masthöhen von 100 bis 150 m.

Brandenburg hat nach Niedersachsen die meisten Windräder in Deutschland. Mit ihren insgesamt mehr als 4.400 MW erzeugen sie pro Jahr etwa 9 bis 10 Mrd. Kilowattstunden.

Um die „Verspargelung“ der Landschaft zu begrenzen, werden Windeignungsgebiete mit einer Gesamtfläche von rund 650 km² ausgewiesen, auf die künftig der Neubau von WKA beschränkt werden soll. Das Konfliktpotenzial ist sehr hoch – siehe Akzeptanz.

Eine technische Besonderheit stellen so genannte „kleine Windkraftanlagen“ dar. Für private Haus- und Grundstückseigentümer (auch Landwirte) kommen Anlagen bis 30 Kilowatt (kW) Nennleistung in Frage, da ein bestehender Hausanschluss bis zu dieser Leistung ohne Mehrkosten für den Betreiber genutzt werden kann. Für Privatpersonen werden am Markt vor allem Anlagen bis 5 kW angeboten. Bis etwa 1,5 kW Nennleistung wird auch von Mikro-Windenergieanlagen gesprochen. Diese stellen für Haus- und Grundstückseigentümer, aufgrund Ihrer geringeren Baumaße (bis ca. 4 m Durchmesser), die interessanteste Anlagengröße dar.

KWK-Anlagen sind streng genommen alle Anlagen, die gleichzeitig Strom und nutzbare Wärme erzeugen. Die Betonung liegt auf nutzbar, denn im „normalen“ Strom erzeugenden Kraftwerk entsteht auch Wärme, die jedoch nicht (oder nur zu einem sehr geringen Teil) genutzt werden kann. Die Abwärme der meisten großen Kraftwerke geht deshalb an die Umwelt verloren.

Im Bereich kleinerer Verbrauchsmengen (Wohnblock, Wohngebiet, ggf. auch Ein- und Zweifamilienhäuser) ist das Mini- oder Mikro-Blockheizkraftwerk eine ausgereifte Lösung.

Eine solche Anlage hat eine elektrische Leistung zwischen 1 und 50 kW. Die thermische Leistung bewegt sich entsprechend zwischen 3 und 100 kW.

Ein BHKW mit 20 kW elektrischer Leistung kostet rund 50.000 Euro.

Von der BAFA werden Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 kW mit einem Zuschuss von bis zu 3.500 Euro gefördert. Eine Liste der geförderten Typen finden Sie unter

http://www.bafa.de/bafa/de/energie/kraft_waerme_kopplung/mini_kwk_anlagen/publikationen/liste_mini_kwk_anlagen_2015.pdf

Es existieren weitere erneuerbare Energiequellen, deren Nutzung in Brandenburg jedoch stark eingeschränkt ist:

  • Geothermie: Dabei handelt es sich um die Nutzung der Erdwärme in großer Tiefe. Praktische Anwendungsfälle gab bzw. gibt es z.B. in Neubrandenburg und in Waren/Müritz. Solche Projekte sind mit enormen Investitionsaufwendungen und hohen technischen Risiken verbunden.
  • Wasserkraft: Das Wasserkraftpotenzial ist in Brandenburg überschaubar und, soweit wirtschaftlich nutzbar, auch bereits weitgehend erschlossen.

Energiequellen wie Wind und Sonne stehen nicht bedarfsgerecht zur Verfügung. Die Einspeisungsschwankung dieser unstetigen Stromquellen muss entweder von Spitzenlastkraftwerken oder von Speichern ausgeglichen werden. Um die Größenordnung zu verdeutlichen: Am Pfingstwochenende 2014 hat die Photovoltaik mit mehr als 20.000 MW tagsüber etwa 50 % des gesamten Leistungsbedarfs in Deutschland abgedeckt. Nachts fällt dieser Anteil auf Null.

Als „Speichertechnologien“ sind u.a. bekannt bzw. Gegenstand weiterer Forschungen:

  • Pumpspeicherwerke: sie nutzen überschüssigen Strom, um Wasser in die Höhe zu pumpen und bei Bedarf über Turbinen wieder zu Tal laufen zu lassen.
    Vorteil: erprobte Technologie
    Problem: kapitalintensiv, umweltbelastende Eingriffe in die Natur
  • Druckluftspeicherkraftwerke: sie nutzen überschüssigen Strom, um Luft in unterirdische Kavernen zu pressen und bei Bedarf über Turbinen wieder ausströmen zu lassen.
    Vorteil: weniger umweltbelastende Eingriffe in die Natur
    Problem: kapitalintensiv, wenig erprobte Technologie
  • Power to Gas: darunter wird die Erzeugung von Wasserstoff mit überschüssigem Wind- oder Solarstrom mittels Elektrolyse verstanden (Elektrolyse = Aufspalten von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff)
    Vorteil: Wasserstoff ist im Unterschied zu Strom relativ gut speicherbar und kann bei Bedarf im BHKW zu Strom gemacht werden oder ins Erdgasnetz eingespeist werden
    Problem: teure Elektrolyseanlagen, Infrastruktur
  • Power to Heat: nach dem „Tauchsiederprinzip“ wird überschüssiger Strom in Fernwärmeanlagen zur Erwärmung von Heizwasser verwendet, die Energie des Stroms wird im Wärmenetz gespeichert und ersetzt den üblichen Brennstoff
    Vorteil: der Überschussstrom ersetzt fossile Energieträger

Batteriespeicher: in Batteriepaketen wird überschüssiger Strom gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben
Vorteil: erprobte Technologie, taugt nicht für die Stromversorgung von Städten
Problem: taugt nicht für die Stromversorgung von Städten

In der Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg ist ein „Energiepolitisches Zielviereck“ definiert.

Dabei spielen (anders als in früheren Dokumenten) die Akzeptanz durch die Bürger und ihre Beteiligung am Prozess der Planung und Vorbereitung eine wesentliche Rolle.

Das Land Brandenburg setzt auf eine Energie- und Klimaschutzpolitik, die auf Energieeffizienz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien abzielt.

Die Landesregierung hat das energie- und klimapolitische Ziel formuliert, dass bis 2030 der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch 32 Prozent (%) (mindestens 170 PJ) betragen soll.

Bis zum Jahr 2030 sollen die Erneuerbaren Energien den gesamten Strombedarf in Brandenburg und Berlin rechnerisch decken können. Die Windkraft wird daran einen Anteil von 80 % haben. Um dieses Ziel erreichen zu können, werden bei der Aufstellung und Fortschreibung der Regionalpläne auch Flächen in Waldgebieten in den Blick genommen.

Gegen den Ausbau der Windkraft, aber auch gegen neue große Gasleitungen, Biogasanlagen, Gaskraftwerke und Stromtrassen regt sich Widerstand. Dieses Konfliktpotenzial zu entschärfen, die Bürger in die Entscheidungen einzubeziehen und letztlich für solche Maßnahmen zu gewinnen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Brandenburger Energiepolitik in den kommenden Jahren.

Ein spezieller Aspekt von Großanlagen zur Biomassenutzung (insbesondere Biogasanlagen) ist die Flächenkonkurrenz. Darunter wird die Tatsache verstanden, dass landwirtschaftliche Nutzfläche, auf der energetisch nutzbare Pflanzen wie Mais, Roggen oder Gerste angebaut werden, für die Nahrungsmittelproduktion nicht mehr zur Verfügung steht. In dieser Debatte spielen Fragen nach den Ursachen des Welthungers und damit nach der globalen Gerechtigkeit eine zentrale Rolle. Das öffentliche Unbehagen darüber, dass potenzielle Nahrungs- und Futtermittel für die Gewinnung von Treibstoffen oder Strom und Wärme genutzt werden, sollte zum kritischen Nachdenken anregen: Es müssen Wege gefunden werden, wie die Energiefrage künftig gelöst werden kann, ohne dass die Ernährungssicherheit der Bevölkerung dadurch in Frage gestellt wird.

Alternative Antriebe

Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte zum Stichtag 1. Januar 2019 insgesamt rund 57,3 Millionen Kraftfahrzeuge. Davon sind rund 47,1 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) und die Fahrzeugdichte beträgt 692 Kraftfahrzeuge pro 1.000 Einwohner.

Alternative Antriebe hatten insgesamt 962.000 Fahrzeuge. Darunter waren rund 500.000 Erdgas- und etwa 450.000 Elektrofahrzeuge.

Der Straßenverkehr ist mit etwa 18 % an den deutschen Treibhausgasemissionen beteiligt.

Um diese Emissionen zu reduzieren, gibt es (neben den Themen „Verlagerung auf die Schiene“ und „Verkehrsvermeidung durch Regionalisierung“) mehrere Ansätze im Bereich der Fahrzeugtechnik.

An dieser Stelle wird auf folgende eingegangen:

Elektroautos sind Fahrzeuge mit einem Elektromotor, der seine Energie aus einer Batterie bezieht.

Nur wenn Elektroautos reinen Ökostrom beziehen, kann man sie als CO2-frei bezeichnen.

Die Bundesregierung fördert die Elektromobilität mit Kaufprämien für Fahrzeuge und mit Zuschüssen für Ladestationen.

Zwischen Januar und November 2019 wurden in Deutschland 270.000 Elektroautos zugelassen.

Infos zu den am Markt erhältlichen Modellen erhält man u.a. unter folgender Adresse:

http://www.goingelectric.de/elektroautos

Infos zur Förderung: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html

Elektromobilität in Beelitz

Als Vorreiter in Sachen Elektromobilität nutzt die Stadt Beelitz seit September 2014 Elektrofahrzeuge. In der Poststraße (Höhe Rathaus) wurde dafür eine öffentliche Stromtankstelle errichtet. Weitere Informationen unter dem Punkt „Maßnahmen der Stadtverwaltung“.

Erdgasfahrzeuge sind eine ausgereifte technische Variante auf der Grundlage klassischer Verbrennungsmotoren.

Sie besitzen neben einem Erdgastank, der für eine Reichweite von etwa 300 km sorgt, meist noch einen Benzintank, mit dem die nächste Tankstelle sicher erreichbar ist.

Es gibt in Deutschland etwa 96.000 Erdgasfahrzeuge, darunter neben rund 81.000 PKW auch rund 1.100 Busse und rund 13.800 LKW. Die Kraftstoff-Versorgung wird mit etwa 900 Erdgastankstellen sichergestellt (Quelle: /www.gibgas.de; Stand: 01/2020).

Die CO2-Emissionen sinken bei Erdgas-Einsatz anstelle von Benzin um 20 bis 25 %. Durch die Zumischung von Biogas kann sich dieser Prozentsatz weiter erhöhen.

Die nächsten Erdgastankstellen in der Region Beelitz befinden sich u. a. in Potsdam (3 mal), in Werder/Havel (Glindow, Neu-Pötzin), Linthe, Ludwigsfelde (Genshagen), Luckenwalde, Bad Belzig, und Berlin (ca. 15 mal).

Eine Auswahl erhältlicher Erdgasfahrzeuge erhalten Sie unter anderem unter www.gibgas.de/Fahrzeuge/Personenfahrzeuge.

Als Hybridfahrzeug werden Kraftfahrzeuge bezeichnet, die von einer Kombination aus Verbrennungsmotor, Batterie und Elektromotor angetrieben werden. Beim Bremsen und im Schubbetrieb wird der größere Teil der Bremsenergie in den Akkumulator zurückgeführt (Nutzbremse). Insbesondere im Stadtverkehr tragen diese Rückgewinnungen zur Verbrauchsverminderung um bis zu 60 % bei. Die Lärmreduktion im Schubbetrieb, bei Stillstand oder bei Langsamfahren (Einparken) mit geladenem Akku ist im städtischen Raum ein weiterer Gewinn.

Erstes Serienfahrzeug dieses Typs war der „Prius“ von Toyota. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Modelle diverser Hersteller.

Inzwischen werden auch zahlreiche Plug-In-Fahrzeuge angeboten. Diese E-Mobile haben eine größere Batterie als die Hybrid-Kfz. Diese Batterie kann extern aufgeladen werden und ermöglicht rein elektrisches Fahren meist im Bereich von 50 bis 60 km.

Solche Fahrzeuge sind gegenwärtig noch nicht verbreitet, werden jedoch als Option für die Zukunft gesehen. Da die Brennstoffzelle als Verbrennungsprodukt nur Wasserdampf abgibt, wäre der Betrieb bei reinem Wasserstoffbetrieb CO2-emissionsfrei. Zurzeit gibt es deutschlandweit jedoch erst um die 25 öffentliche Wasserstofftankstellen. Bis Ende 2018 sollen es etwa 100 sein.

Toyota hat sein erstes Serienmodell „Mirai“ auf den Markt gebracht:

  • Kraftstoff: Wasserstoff
  • Kostenpunkt: rund 78.000 Euro
  • Reichweite: ca. 550 km mit einer Tankfüllung

Hyundai hat das Modell „Hyundai ix35“ auf dem Markt:

  • Kraftstoff: Wasserstoff
  • Kostenpunkt: rund 65.000 Euro
  • Reichweite: ca. 600 km mit einer Tankfüllung

Quelle: www.Automobilwoche.de

Energiepreise

Preishöhe und Preistrends sind häufig der Auslöser, über Energie sparende Maßnahmen nachzudenken. Einer ersten Orientierung zum Preisgefüge dienen folgende Informationen:

Um Energiepreise richtig bewerten zu können, sollte man folgende Grundbegriffe kennen:

Arbeitspreis:

Preis für die Menge der bezogenen Energie (gebräuchlich bei Strom, Erdgas und Fernwärme); angegeben in Cent/kWh oder Euro/MWh.

Grundpreis:

jährlicher oder monatlicher Festpreis, der unabhängig vom Verbrauch zu entrichten ist (gebräuchlich bei Strom, Erdgas und gelegentlich bei Fernwärme); angegeben in Euro/Monat oder Euro/Jahr.

Leistungspreis:

Preis für die vom Lieferer vorgehaltene Leistung, angegeben in Euro/kW. Im Bereich der Kleinabnehmer für Strom und Erdgas kaum gebräuchlich, üblich in Fernwärmelieferverträgen sowie in Gas- und Stromlieferverträgen für größere Abnehmer.

Preise nach Volumen oder Gewicht:

Für Pellets, Hackschnitzel, Heizöl und Flüssiggas sowie für Kraftstoffe werden die Preise in Euro/Liter, Euro/Hektoliter oder Euro/kg bzw. Euro/Tonne angegeben.

Mischpreis:

Quotient aus den gesamten Energiekosten (Summe aller Arbeitspreis-, Grundpreis- und/oder Leistungspreis-Entgelte) und der verbrauchten Energiemenge.

Die vom Endverbraucher zu zahlenden Energiepreise setzen sich aus einer Vielzahl von Einzelpositionen zusammen.

Die nachstehenden Grafiken zeigen beispielhaft die Zusammensetzung der Strom- und Erdgaspreise:

Grafik: Zus. Strompreis

Grafik: Zus. Erdgaspreis

Einkauf und Vertrieb

Aufwendungen für Beschaffung an der Börse, Abwicklung des Geschäfts auf der Bezugs- und Verkaufsseite inkl. Gewinn

Netznutzung

Entgelte für die Nutzung der Netze (werden von der Bundesnetzagentur reguliert)

Steuern und Umlagen (außer Mehrwertsteuer)

Strom- bzw. Erdgassteuer, außerdem bei Strom: EEG-Umlage, KWK-Umlage, weitere Umlagen

Konzessionsabgabe

Jede Kilowattstunde Erdgas oder Strom gelangt über Leitungen zum Endverbraucher. Sofern sich diese Leitungen im öffentlichen Straßenland der Kommunen befinden, ist dafür ein Entgelt an die jeweilige Kommune zu zahlen.

Mehrwertsteuer

Die Summe der o.g. Positionen ergibt den Gesamtnettopreis. Auf diesen Betrag wird die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % aufgeschlagen.

Die Preisentwicklung anhand von Preisindizes für in deutschen Privathaushalten typische Abnahmefälle ergibt für die vergangenen Jahre folgendes Bild:

  • Strom: Um den Jahreswechsel 2019/2020 sind die Strompreise in Deutschland deutlich angestiegen – um durchschnittlich 6,8 % – so wie es viele Grundversorger bereits angekündigt hatten. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2019 beträgt der Anstieg sogar knapp 10 %. Stromkunden ist daher zu empfehlen, Tarife zu vergleichen und ggf. den Anbieter oder zumindest den Tarif zu wechseln. Als Grund für die Strompreisanhebungen haben Versorger gestiegene Umlagen und Netzgebühren angegeben. Die beiden Positionen machen knapp die Hälfte des gesamten Strompreises aus.
  • Erdgas: Zwar sind die Grenzübergangspreise (Importpreise) für Erdgas seit November 2019 deutlich gesunken, diese Entwicklung hat sich aber auf den Gaspreis beim Endkunden (noch) nicht ausgewirkt. Die Gaspreise für Haushalte sind in den vergangenen 12 Monaten leicht angestiegen und liegen jetzt etwa auf dem Niveau von 2015.
  • Fernwärme: Die Fernwärmepreise sind 2020 im Vergleich zu 2019 nahezu gleich geblieben. Ihre Entwicklung folgt damit dem Trend der Erdgaspreise, weil Erdgas zurzeit der bestimmende Energieträger für die Wärmeversorgung ist.
  • Heizöl: Beim Heizöl ist ein rapider Preisverfall eingetreten. So ist der Preis in 1,5 Jahren von rd. 69 Euro auf rd. 35 Euro pro Hektoliter gesunken und hat sich damit fast halbiert. Internationale Krisen und Spekulation beeinflussen die Preisentwicklung nach wie vor sehr stark. Im 1. Halbjahr 2020 drückte die Corona-Krise den Ölpreis durch Absatzschwierigkeiten der Ölindustrie.

Grundsätzlich kann jeder Kunde seinen Energielieferer frei wählen. Insofern gelten für Beelitz (und jeden anderen Ort) die vom jeweils ausgewählten Lieferer angebotenen Preise. Die folgende Grafik gibt eine Orientierung über die aktuellen Preisverhältnisse in der Region Beelitz bei Wahl günstiger Angebote:

(Quellen: Statistisches Bundesamt, Mineralölwirtschaftsverband,

C.A.R.M.E.N. e.V., www.kostenguenstiger.de, www.verivox.de, www.gas24.de, eigene Recherchen)

Entwicklung der Heizölpreise

Am Standort Berlin haben sich die Preise für leichtes Heizöl in den letzten Jahren wie folgt entwickelt:

(Quelle: Statistisches Bundesamt)

Entwicklung der Erdgas-Importpreise (Grenzübergangspreise)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) führt die monatliche Statistik für die gesamte deutsche Erdgaseinfuhr. Auf dieser Grundlage ermittelt die BAFA den Grenzübergangspreis, d.h. das Niveau der Importpreise für Erdgas.

Die Grenzübergangspreise (Importpreise) für Erdgas sind nach einer längeren Phase des Anstiegs seit November 2019 wieder deutlich gesunken.

(Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

Energie-Spar-Aktivitäten der Stadtverwaltung

Die Stadtverwaltung Beelitz unternimmt seit Jahren umfangreiche Anstrengungen zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung. Nicht zuletzt mit dieser Energierubrik und den darin enthaltenen Informationen und Anregungen soll der Gedanke des sparsamen Umgangs mit Energie gestärkt werden.

An dieser Stelle folgen einige Informationen zu den Arbeitsfeldern der Stadtverwaltung im Energiebereich:

Seit 2004 besteht für ausgewählte kommunale Einrichtungen (darunter Diesterweg-Grundschule, Grundschule Fichtenwalde, Kita Ringstraße, Gymnasium) im Rahmen der mit dem Ingenieurbüro W.E.N. Consulting GmbH abgeschlossenen Energie-Spar-Partnerschaft ein Energiemanagementsystem. W.E.N. realisiert dabei in Zusammenarbeit mit dem Personal der Stadt u.a. folgende Aufgaben:

  • kontinuierliche Optimierung der Heizungsregelung, Anpassung an veränderte Nutzungsbedingungen in Absprachen mit den Leitern und Hausmeistern
  • Aufnahme von Messreihen für den Strom- und Wärmeverbrauch
  • monatliche Erfassung der Zählerstände
  • Kontrollgänge mindestens einmal im Quartal
  • regelmäßige Auswertung und Analyse der Verbrauchsentwicklung

Die intensive Betreuung hat z. B. dazu geführt, dass die drei mit Fernwärme versorgten Einrichtungen (Diesterweg-Grundschule, Kita Ringstraße, Gymnasium) seit Beginn der Energie-Spar-Partnerschaft im Schnitt über 20 % Verbrauchssenkung erreicht wurden.

Mission Energiesparen unterstützt das Energiemanagement – Beelitzer Schule beteiligt sich an Wettbewerb

Die Klasse 8a1 der Oberschule Beelitz nimmt im Schuljahr 2019/20 an dem Schulwettbewerb „Mission Energiesparen “ teil.  Zum 10. Mal wird dieser Wettbewerb von der EMB Energie Mark Brandenburg für 8. Klassen der Schulen in West-Brandenburg durchgeführt. Er soll für ein energiebewusstes Leben zu Hause und in den Schulen und Heimatorten sensibilisieren. Preise von bis zu 3.500 Euro warten auf die Gewinnerklasse.

Die erste Etappe – der Energiespar-Check zu Hause – wurde im November 2019 von den 27 teilnehmenden Klassen aus 15 Schulen bereits durchlaufen. Im Januar 2020 stand der Kommunen-Check an. Die Klasse 8a1 nahm das Rathaus in Bezug auf den Umgang mit energetischen Ressourcen unter die Lupe. Das Finale des Wettbewerbs findet am 23. April in Potsdam statt. Hier werden dann innovative Gebäudemodelle von den Finalisten präsentiert.

Quelle: https://www.emb-mission-energiesparen.de

Seit 2017 werden für zehn kommunale Objekte der Stadt Beelitz monatlich die Verbrauchswerte für Wärme, Strom und Wasser erfasst und mit Hilfe einer speziellen Software ausgewertet. Damit soll gewährleistet werden, dass ungewöhnliche Verbrauchsentwicklungen schnellstmöglich erkannt werden und die Ursachen aufgespürt und beseitigt werden können. Außerdem sollen Potenziale zum Einsparen von Energie und Kosten aufgedeckt werden. Der Bericht für das Jahr 2018 hatte folgende

Hauptaussagen:

  1. Gegenüber 2015 sind der Wärmeverbrauch um 147 MWh und der Stromverbrauch um 46 MWh gesunken. Dadurch wurden die CO2-Emissionen um 55 Tonnen pro Jahr reduziert.
  2. Die Verbrauchssenkung bei Wärme und Strom hat (bei Ausschluss von Preisänderungen) Kostensenkungen von rund 30.000 Euro bewirkt.
  3. Anhand spezifischer Verbrauchskennwerte werden für die einzelnen Objekte konkrete Maßnahmen abgeleitet.

Die Stadt Beelitz hat planmäßig Sanierungsmaßnahmen an kommunalen Liegenschaften realisiert, Als Beispiel sei hier die Kita in der Ringstraße genannt, deren Verbrauch zwischen 2005 und 2006 durch Dämmmaßnahmen von rund 530 auf etwa 380 MWh gesunken ist. Zusammen mit den Effekten aus dem Energiemanagement hat sich damit der Wärmeverbrauch hier mehr als halbiert.

Energetische Aspekte bestimmten auch den Bau der neuen Kita Am Park, die im Sommer 2013 übergeben wurde. Nach umfangreichen Diskussionen mit dem Planungsbüro wurde eine Bauvariante gewählt, die mit zusätzlicher Wärmedämmung den Wärmebedarf gegenüber der Ausgangsvariante noch einmal um 19 % reduziert und dadurch dauerhaft niedrige Brennstoffkosten garantiert.

Die Stadt hat eine Übersicht der energierelevanten Daten aller kommunalen Liegenschaften erstellen lassen.

In der nächsten Zeit sind seitens der Stadtverwaltung u.a. folgende Modernisierungsmaßnahmen geplant:

  • Energetische Modernisierung des Ärztehauses
  • Energetische Modernisierung der Solaroberschule
  • Umrüstung der Beleuchtung in Turnhallen auf LED
  • Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerkes am Standort der Grundschule in Fichtenwalde:

Die Turnhalle der Grundschule Fichtenwalde wurde neu gebaut. Im Zuge des Neubaus wurde ein Blockheizkraftwerk (BHKW) installiert. Dieses versorgt die neue Turnhalle und den Grundschulcampus  zukünftig mit Wärme und Strom aus Erdgas. Die voraussichtliche Inbetriebnahme erfolgt im August 2018.

Die Straßenbeleuchtung schlägt im Beelitzer Haushalt mit rund 1 Mio. kWh pro Jahr zu Buche, das sind bei den gegenwärtigen Preisen rund 260.000 Euro, Tendenz steigend.

Um hier gegenzusteuern, hat die Stadt 2014 umfangreiche Mittel für die Ausstattung bestehender Straßenbeleuchtungsgebiete mit LED-Lampen eingeplant.

Den Anfang machen die Beelitzer Altstadt, der Bereich Kiefernwald und der Straßenzug An der Bahn in Beelitz-Heilstätten. Mit den geplanten Maßnahmen wird der Stromverbrauch um insgesamt rund 98.000 kWh/Jahr sinken. Der Spareffekt der neuen Leuchten liegt bei durchschnittlich 72 %. Das entlastet den Haushalt jährlich um rund 25.500 Euro (Preisbasis: 2014) und die Umwelt dauerhaft um 59 Tonnen CO2.

Weitere Straßenzüge werden folgen.

Die Stadtwerke Beelitz GmbH sind vollständig in kommunaler Hand. Das Unternehmen versorgt in der Stadt Beelitz Wohngebiete, öffentliche Einrichtungen und industrielle Abnehmer mit Wärme. Schwerpunkte sind die Bereiche rund um die Ringstraße und der Kiefernwald (Wärmenetze mit insgesamt 5.300 m Länge; KWK-Anteil rund 45 %).

Die erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerke der Stadtwerke haben folgende Eckdaten:

  • BHKW im Kiefernwald: 48 kW elektrische und 77 kW thermische Leistung
  • BHKW WTA: 201 kW elektrische und 333 kW thermische Leistung
  • jährliche Betriebsstunden: etwa 7.500 bis 7.900 Stunden/Jahr

Die Stadt Beelitz besitzt drei Elektrofahrzeuge:

  • einen Renault Z.O.E.
  • zwei BMW i3 REX (mit Range Extender)

Da die Stadt für die Stromtankstellen von ihrem Energielieferer Ökostrom (100 % Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen) bezieht, ist der CO2-Ausstoß für den Stromverbrauch der Fahrzeuge mit Null anzugeben.

Im Allgemeinen wird der CO2-Ausstoß für den Strommix in Deutschland für das Jahr 2016 mit 0,529 kg CO2/kWh angegeben.

Die BMW i3 der Stadt Beelitz haben neben den Batterien zum Antrieb des Elektromotors zusätzlich einen kleinen konventionellen Verbrennungsmotor, der mit Superbenzin läuft. Der Tank fasst 9 Liter und ermöglicht neben 200 km im reinen Elektrobetrieb noch zusätzliche 100 bis 160 km Reichweite im Benzinbetrieb. Dieser wird jedoch nicht zum direkten Antrieb des Fahrzeugs benutzt, sondern lädt die Batterie des Fahrzeugs mit einem Generator auf und dient somit als Reserve, falls die Reichweite der Batterien nicht ausreicht (Range Extender).

Die Reichweiten hängen von unterschiedlichen Faktoren ab: persönlicher Fahrstil, Beschaffenheit der Strecke, Außentemperatur, Nutzung der Heizung oder Klimatisierung und Vortemperierung des Fahrzeugs.

Neben der Stromtankstelle am Rathaus sind drei weitere im Gebiet von Beelitz in der Planung bzw. Umsetzung.