Beelitz und seine Ortsteile

Beelitz und seine Orts- und Gemeindeteile

Willkommen – in der Stadt mit Geschmack und Geschichte

Im Herzen Brandenburgs, wo die waldreiche Landschaft der Zauche und die von Wasser und Wiesen geprägte Nuthe-Nieplitz-Niederung aufeinandertreffen, liegt die Spargelstadt Beelitz. Vor über 1000 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, hatte sie in der Vergangenheit viele Gesichter: Im Mittelalter Marktflecken und Pilgerort, später vor allem Ackerbürger- und ab dem 18. Jahrhundert auch Garnisonstadt und frequentierter Haltepunkt an der Postkutschenstrecke Berlin-Leipzig. Heute verbindet sich mit dem Namen vor allem der Beelitzer Spargel, der in einer rund 160-jährigen Tradition auf heute 1700 Hektar angebaut wird, der die Stadt und ihre Ortsteile in vielerlei Hinsicht prägt und ihr zu einiger Berühmtheit verholfen hat. Spätestens ab dem Frühjahr, wenn die ersten Stangen sprießen, zieht es unzählige Ausflügler und Genießer raus aufs Land, um hier auf den Höfen und in den Restaurants zu schlemmen.

Auf den Spargel folgen die Erd- und Heidelbeeren sowie im Herbst die Kürbisse, sodass – zusammen mit vielen weiteren Produkten von Eiern über Honig bis Fleisch und Wurst – ein reich gefüllter Korb regionaler Erzeugnisse entsteht. Beelitz ist Geschmack und Geschichte, aber es ist auch noch so viel mehr: Dank einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung über Autobahn, Straße und Schiene an die Berliner Metropolregion und einer hervorragenden Kita- und Schullandschaft ist die Stadt vor allem bei jungen Familien als Wohnort gefragt. Beelitz ist auch Leben pur, ein Ort, an dem immer etwas los ist. Mit Märkten und Veranstaltungen wie dem Spargelfest und den Beelitzer Festspielen bis hin zur Kleinkunst und Festen in den Dörfern gibt es viele Gelegenheiten, Bekannte zu treffen und gemeinsam zu feiern. Die vielen Vereine bilden das Rückgrat des städtischen Lebens und schlagen im Sport, in der Kultur oder der Förderarbeit Brücken zwischen den Generationen. Und die breit gefächerte Gewerbelandschaft bietet nicht nur Arbeitsplätze direkt vor der Haustür, sondern treibt als Motor die Entwicklung unserer Stadt und der gesamten Region voran.

Seit der Kommunalreform 2002 und der Fusion mit 17 Dörfern in der unmittelbaren Umgebung umfasst Beelitz ein Gebiet von rund 180 Quadratkilometer und ist heute Stadt und Land gleichermaßen. Jeder Orts- und Gemeindeteil hat sich dabei seine eigene Identität bewahrt und verfügt über Eigenheiten, die ihn im Verbund der Gesamtstadt zu etwas Besonderen machen.

Einwohner:

12914

Beelitz mit Beelitz Heilstätten und Schönefeld

Urkundliche Ersterwähnung: 997

Noch heute entspricht der Grundriss der Beelitzer Altstadt dem einer mittelalterlichen „civitas“. Als solche ist Beelitz bereits 1247 urkundlich erwähnt worden, in Verbindung mit der „Wunderblut-Legende“, die der Stadt im Spätmittelalter einige Bekanntheit und einen stetigen Strom an Pilgern bescherte. Der Name an sich ist indes noch älter: In einer Urkunde Kaiser Ottos III. aus dem Jahre 997 ist von einem Ort „belizi“ im slawischen Gau Bloni die Rede. Wahrscheinlich ist, dass sich dieser auf eine Slawenburg bezieht, die einst direkt an der Nieplitz, einige hundert Meter südlich der Altstadt, lag. Dort sind erst vor kurzem zahlreiche Tonscherben, Baumaterialien, Werkzeuge und sogar ein Burgwall aus der Slawenzeit gefunden worden.

Heute bildet die Beelitzer Kernstadt mit Schulen und Kitas, Fachgeschäften, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, Restaurants, der Stützpunktfeuerwehr, dem Ärztehaus sowie Sport- und Freizeitstätten das Zentrum einer ganzen Region. Ältestes Gebäude ist die Stadtpfarrkirche, die in Teilen bereits vor 850 Jahren errichtet wurde. Mit der Elektrifizierung und Motorisierung Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Einwohnerzahl rasant und mit ihr auch die bauliche Erweiterung bis hin zum 1907 eröffneten und seit kurzem komplett restaurierten Stadtbahnhof. Weitere Wohngebiete kamen im Laufe der Geschichte hinzu. Seit der deutschen Wiedervereinigung sind große Teile der Stadt Sanierungsgebiet und konnten mit Fördermitteln bereits umfangreich saniert werden. Kulturelle Veranstaltungen haben ihren Platz im Saal zum Deutschen Hause, im Tiedemannhaus oder im Schmiedehof, die spannenden Seiten der Stadtgeschichte erlebt man in der Alten Posthalterei, im Spargelmuseum und bald auch in der einstigen Wassermühle.

Zur Kernstadt gehören die beiden Gemeindeteile Schönefeld und Beelitz-Heilstätten. Letzterer wurde um 1900 als hochmoderner Klinikkomplex mitten im Wald errichtet, um hier tuberkulosekranke Berliner Arbeiter mit viel frischer Luft zu kurieren. Während der Weltkriege waren die Heilstätten Lazarett und zu DDR-Zeiten größtenteils Sperrgebiet der Roten Armee. Nach dem Abzug der Besatzungstruppen 1994 gab es erste Sanierungsbestrebungen, die erst in der heutigen Zeit vollendet werden. Mittlerweile beherbergt ein Teil der rund 60 historischen Gebäude wieder Kliniken, ein weiterer dient zu Wohnzwecken.  Mit Hotel, Restaurants und dem Waldpark „Baum&Zeit“ sowie dem Barfußpark ist der Standort auch bei Ausflüglern unheimlich beliebt geworden. In den nächsten Jahren entstehen hier auch ein neuer Sitz der mittelmärkischen Kreisverwaltung sowie ein komplett neues, naturnahes Quartier mit 200 Wohnungen in Mehrfamilien- sowie 800 Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser rund um die historischen Bestandsgebäude.

Geschichtsträchtig ist auch der Gemeindeteil Schönefeld, einst Standort einer Übersee-Funkempfangsanlage, die Beelitz vor 80 Jahren den Beinahmen „Ohr zur Welt“ verlieh. Der Ortskern entspricht einem typischen Straßenangerdorf mit schmucken Bauernhäusern sowie der alten Schule und der Dorfkirche im Zentrum. Mehrere Reiter- und Pferdehöfe verleihen ihm eine zusätzliche Prägung.

Wappen der Stadt Beelitz

Einwohner:

6580

Ortsvorsteherin:

Jacqueline Borrmann

Erreichbarkeit:

0174 / 33 46 692

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Sprechzeiten:

Werden im Vorfeld in den Beelitzer Nachrichten bekanntgegeben

Der Ort mit dem besonderen Klang

Urkundliche Ersterwähnung: 1343

86 Städte und Dörfer in Deutschland heißen Buchholz – und doch ist unseres einmalig: Optisch besticht der Beelitzer Ortsteil durch die vielen aus rotem Backstein errichteten Bauerngehöfte und die Dorfkirche, die mit ihrem leicht schiefen Turm ein echtes Unikum in der Region ist. Wie überall in der Region bestimmt auch hier der Spargelanbau das Ortsbild – und die Bahn, die auf der Strecke Jüterbog-Wannsee stündlich Halt macht. Rund um den Ort befinden sich zudem viele mit Wildpflanzen bestückte Blühwiesen, die der hier ansässige Blühstreifen-Beelitz e.V. gemeinsam mit Agrarbetrieben und Bürgern angelegt hat. Das Leben ist geprägt von Handwerk und Landwirtschaft sowie einer starken Gemeinschaft. Und von Veranstaltungen wie dem Lichterfest zur Adventszeit, dem Zempern im Januar und dem „Buchholzer Fest der Blasmusik“ Ende Mai, das vom hiesigen Jugendblasorchester seit über einem halben Jahrhundert ausgerichtet wird. Das Ensemble besteht selbst seit gut 60 Jahren und ist einer der Motoren im Dorfleben. Während sich also andere Buchholze einst Zusatznamen wie „Märkisch“ oder „Französisch“ gegeben haben, könnte unseres durchaus „Musikalisch Buchholz“ heißen. Einen weiteren zentralen Part im Gemeindeleben übernimmt der Gemeinnützige Dorfverein Buchholz / Zauche, der sich der Pflege von Traditionen verschrieben hat und Projekte für die Gemeinschaft vorantreibt wie zum Beispiel den Bau des 1. Musik-Dorfgemeinschaftshauses in Potdam-Mittelmark sowie die Ortschronik pflegt und Kunst und Kultur am Laufen hält. Sportlich geht es bei den „Zauchejungs“ zu – einem Team von Freizeitfußballern – sowie deren Nachwuchs, den „Zauchekids“. Auch die Freiwillige Feuerwehr ist Teil der Dorfgemeinschaft und unter dem Dach der Stadtwehr eine der tragenden Säulen der öffentlichen Sicherheit in Gesamt-Beelitz. In Buchholz gibt es zudem eine kleine Kita und mehrere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe.

Einwohner:

387

Ortsvorsteher:

Torsten Boecke

Erreichbarkeit:

033204 / 62987

0172 / 39 72 791

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Sprechzeiten:

jeden 1. Montag im Monat von 16 bis 18 Uhr bzw. nach telefonischer Vereinbarung

Mit den Gemeindeteilen Kanin und Klaistow – Die sächsischen Drei

Urkundliche Ersterwähnung: 1420

Die „drei sächsischen Dörfer“ gehörten bis 1815 tatsächlich zum Königreich Sachsen und bildeten eine Exklave auf brandenburgischem Territorium. Um Grenzstreit, Schmuggel und die Flucht von Soldaten aus dem Heer Friedrichs des Großen ins liberalere Nachbarland ranken sich spannende Anekdoten. Erst mit dem Ende der Napoleonischen Kriege und dem Wiener Kongress kamen dieser wie auch andere Teile Sachsens zu Brandenburg-Preußen. Obwohl erst 1950 zu einer Gemeinde zusammengelegt, teilen sich Busendorf, Kanin und Klaistow seit jeher Schule und Kirche. Letztere wurde bereits im 12. Jahrhundert als trutziger Wehrbau auf einer Anhöhe errichtet und ist heute die wahrscheinlich älteste Feldsteinkirche Brandenburgs. In der einstigen Dorfschule befindet sich heute die Kita „Kaniner Zwerge“, die gemeinsam mit der Volkssolidarität und dem Sportverein das dörfliche Leben in Schwung hält. Besuchermagneten für Gäste sind die Spargelhöfe der Familien Simianer, beziehungsweise Buschmann & Winkelmann mit ihren Hofrestaurants, letzterer nicht nur während der Saison. Die waldreiche Zauche-Landschaft rund um die Orte ist für Wanderer und Radfahrer, aber auch für Reiter ein ideales Ausflugsziel. Beliebt sind auch die Veranstaltungen des Ortes wie das Sommerfest, die Adventsmärkte in Busendorf und Kanin  oder die Heimspiele des traditionsreichen Sportvereins SV 71.

Einwohner:

673

Ortsvorsteher:

Matthias Gedicke

Erreichbarkeit:

0178 / 63 07 044

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Homepage

www.busendorf.de

Sprechzeiten:

Sprechzeiten: Mi 17.30-18.30 Uhr

Ein märkisches Dorfidyll mit eigenem Takt

Urk. Ersterwähnung: 1375

Als märkisches Straßenangerdorf, gelegen zwischen Wäldern, Wiesen und Ackerflächen bietet Elsholz Idylle, wie sie im Buche steht. Die kleine, um 1712 errichtete Kirche, viele altehrwürdige Bauerngehöfte und der Dorfteich verleihen dem Beelitzer Ortsteil sein ländliches Gepräge. Auch die Pferdekoppeln am Ortseingang und die grasenden Kälber und Kühne rund um das Dorf zeigen, dass man mitten in Brandenburg ist. Wer auf dem Jakobs-Pilgerweg die Region durchwandert, der kommt zwangsläufig durch Elsholz. Aber es ist längst nicht so ruhig hier, wie es bisweilen scheint: Die Einwohnerschaft organisiert Veranstaltungen vom Zempern im Januar über den traditionsreichen Elsholzer Karneval im Februar bis hin zum Aufstellen des Maibaums sowie dem Dorffest im Sommer. Der Seniorenclub trifft sich einmal im Monat zum Nachmittagskaffee oder zu Ausflügen und in der Vorweihnachtszeit findet ein Adventsbasteln für Familien statt. Wenn die Spargelsaison angebrochen ist, wird auf den Feldern rund um Elsholz das Edelgemüse durch den familiengeführten Spargelhof Elsholz gestochen und unter anderem im örtlichen Gasthof „Zur Lindenschenke“ frisch zubereitet serviert. Neben Führungen zu den Feldern bietet der Betrieb auch Seminare zum Spargelstechen an. Ein weiterer Höhepunkt ist das Treckertreffen im Herbst, zu dem überwiegend historische Landmaschinen aus allen Ecken der Region einen bullernden Korso durch den Ort bilden. Veranstaltet wird das alles unter dem Dach des Dorfclubs, zu dem auch ein Freizeitfußball-Team gehört, unterstützt von der Freiwilligen Feuerwehr. Elsholz liegt etwas abseits der Bundesstraße 2 und verfügt auch über eine Zuganbindung. Der Regionalexpress Jüterbog-Wannsee hält hier stündlich.

Traktoren beim Treckertreffen auf Wiese

Einwohner:

334

Ortsvorsteherin:

Claudia Fromm

Erreichbarkeit:

033204 / 639712

0152 / 05 2096 35

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Sprechzeiten:

nach Vereinbarung

Waldsiedlung mit Wohlfühlfaktor

Gründung: 1908

Der zweitgrößte Ortsteil der Spargelstadt ist zugleich der jüngste: Anfang des 20. Jahrhunderts als Wochenend-Siedlung für großstadtmüde Berliner mitten im Wald gegründet, ließen sich viele Bewohner im Laufe der Zeit dauerhaft nieder. Straßennahmen wie „Wilmersdorfer“ oder „Zehlendorfer Straße“ künden von den Wurzeln des Ortes und seiner Gründer. Nach der Wende bescherte ein Bauboom der damaligen Gemeinde innerhalb kürzester Zeit eine Verdoppelung der Einwohnerzahl. Nach wie vor zieht es vor allem Familien nach Fichtenwalde, um sich hier den Traum vom Eigenheim im Grünen zu erfüllen und – dank guter Verkehrsanbindung sowie der Kita und der Grundschule vor Ort – gleichzeitig als Pendler auswärts arbeiten zu können. Viele kreative Köpfe arbeiten auch vor Ort und finden hier Inspiration: Maler, Autoren, Musiker – ein bisschen ist Fichtenwalde auch Künstlerkolonie geworden. Die Einwohner engagieren sich in zahlreichen Vereinen wie der Sportgemeinschaft, dem Förderverein der Feuerwehr, dem Hundesportverein oder der Schützengilde und sorgen gemeinsam dafür, dass das Leben pulsiert. Damit Langfinger keine Chance haben, leistet die Sicherheitspartnerschaft Präventionsarbeit. Der Verein „Fiwa Kids“ indes schafft viel Wertvolles und Bleibendes für den Nachwuchs. Es gibt sogar ein eigenes Festkomitee, unter dessen Dach Veranstaltungshöhepunkte wie das Sommerfest „Viva la Fiwa“, der Martinsumzug, der Zapfenmarkt am zweiten Adventswochenende oder der große Trödelmarkt im Herbst organisiert werden.

Einwohner:

3019

Ortsvorsteherin:

Petra Rimböck

Erreichbarkeit:

033206 / 4051

0176 – 82655373

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Sprechzeiten:

Zu finden unter fichtenwalde.de

Links

Runddorf zwischen Wald und Wiesen

Urkundliche Ersterwähnung: 1375

Nicht nur dank der umtriebigen Einwohnerschaft geht es rund in dem kleinen Beelitz-Dorf: Mit seinen kreisförmig um die Kirche angeordneten Gehöften ist Reesdorf auch baulich eine Besonderheit. Der Ortskern rund um die 1775 – wohl auf Anregungen Friedrichs II. – errichtete Dorfkirche ist vor wenigen Jahren durch die Stadt Beelitz aufwendig saniert worden. Die Siedlungsform ist ein Indiz für die Gründung des Dorfes bereits zu slawischer Zeit, auch Reste eines Walls außerhalb des Ortskerns künden davon. Zwischen Wiesen, Gräben und Spargelfeldern auf der einen und der waldreichen Reesdorfer Heide auf der anderen Seite  gelegen, ist das kleine Dorf ein Sprungbrett für Naturfreunde und Wanderer hinein ins Grüne, wo die Nieplitz gemächlich vorüberplätschert und man von den Beobachtungstürmen einen weiten Blick ins Land hat. Trotz der überschaubaren Einwohnerzahl bilden die Reesdorfer eine aktive Gemeinschaft, die Veranstaltungen wie das Kinder- und Sommerfest und andere Treffen über das Jahr auf die Beine stellt. Eine feste Größe im Ort ist die Freiwillige Feuerwehr, deren Mitglieder sowohl aus Reesdorf als auch dem benachbarten Dorf Schäpe kommen.

Einwohner:

123

Ortsvorsteherin:

Christiane Kutzner

Erreichbarkeit:

0174 / 3819530

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Sprechzeiten:

nach Vereinbarung

Wo Gott und die Welt aufeinandertreffen

Urkundliche Ersterwähnung: 1362

Die Natur fängt in Rieben direkt hinter den Häusern an – in den Gärten der Einwohner, vor allem aber östlich des Dorfes, rund um den Riebener See. Das rund 38 Hektar große Gewässer ist ein wertvolles Feuchtbiotop, beheimatet Kormorane, Kraniche, Wildenten und –gänse, aber auch Amphibien und Fische. Und es ist Identitätsmerkmal, denn vom slawischen Ryba – dem Wort für Fisch – leitet sich auch der Name des Ortes her. Naturschauspiele wie die Rast der Zugvögel im Herbst werden von einem geschützten langen Holzsteg aus hautnah erlebbar. Spaziergänger können um den See wandern und treffen auch im Ortskern auf Idylle – dank restaurierter Gehöfte und des Landgasthofes, der vor allem im Sommer für die Belebung des sanierten Dorfangers sorgt und seinen Spargel im Frühjahr und Frühsommer frisch vom örtlichen „Spargelhof am Storchennest“ bezieht. Die Kirche gegenüber ist seit ihrer Sanierung und eines Umbaus seit mehreren Jahren nicht nur christliches, sondern auch weltliches Gemeindezentrum und kulturelles Herz des Dorfes, in dem neben Versammlungen auch Konzerte stattfinden. Die Funktionsteilung, um den Erhalt des Gotteshauses auch für die Zukunft zu sichern, ist ein Modell, das mittlerweile auch andere Gemeinden übernehmen. Regelmäßige Termine für die Einwohnerschaft sind das Zempern im Winter, das Dorffest im Sommer und eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der Adventszeit.

Einwohner:

307

Ortsvorsteher:

Armin Hilgers

Erreichbarkeit:

033204 / 34 638

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Sprechzeiten:

nach Vereinbarung

Mit dem Gemeindeteil Birkhorst

Gründung: 1748

Bereits im 16. Jahrhundert wurde unweit der heutigen Ortslage Salz aus einer unterirdischen Quelle gefördert, wovon noch heute ein Feuchtbiotop in den Wiesen, unweit der Nieplitz kündet. Der Gedenkstein und die errichtete Wanderhütte ziehen immer wieder Wanderer an und laden zum Verweilen ein.  Die Saline, die später wieder aufgegeben wurde, verhalf dem Dorf zu seinem Namen – wobei Salzbrunn und der benachbarte Birkhorst erst rund 200 Jahre später von König Friedrich II gegründet wurden. Im Rahmen seiner Ansiedelungspolitik zur Wieder-Bevölkerung der Mark Brandenburg, die noch immer unter den Folgen des 30-jährigen Krieges litt, holte der „Alte Fritz“ Familien aus dem Rheinland hier her und stattete sie mit allerlei Privilegien aus. Heute ist Salzbrunn vor allem von der Landwirtschaft geprägt – und durch den Reitsport. Das jährliche Dorf- und Reitfest, bei dem es spannende Vorführungen mit den Pferden gibt und sich auch kleine Zaungäste mal in den Sattel schwingen können, ist ein überregionaler Publikumsmagnet. Das ganze Dorf ist dann auf den Beinen und egal ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, alle helfen mit.  Auch exotische Tiere wie Strauße, Emus und Yaks werden von einem örtlichen Betrieb gehalten und grasen vor der Silhouette des Ortes, sorgen auch für manch gezückten Fotoapparat bei Durchreisenden. Für Kinder haben die Salzbrunner ein großes Herz. Für kleine Sportler wurden die Salzbrunner Kickers ins Leben gerufen. Viele der Einwohner sind ehrenamtlich tätig, ob in der Freiwilligen Feuerwehr oder im Gemeindekirchenrat. Neben der kleinen Dorfkirche, die gerne ihre Türen für Besucher öffnet, ist Zentrum des Dorflebens das Dorfgemeinschaftshaus mit angrenzendem Spielplatz, das die Salzbrunner pflegen und das neben Veranstaltungs- und Versammlungsräumen auch eine liebevoll neu gestaltet Heimatstube beinhaltet. Der kleine Ort Salzbrunn erfreut sich an Wachstum und Zuzug neuer Familien, die herzlich von den „Alteingessenen“ aufgenommen werden.

Einwohner:

178

Ortsvorsteherin:

Aline Fründt

Erreichbarkeit:

033204 / 64 96 81

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Sprechzeiten:

Werden im Aushangkasten bekanntgegeben

Auf Schinkels Spuren

Urkundliche Ersterwähnung: 1342

Es gibt eine Menge zu bestaunen in dem kleinen Dorf am Rande des Flämings, und das erfahren Wochenende für Wochenende viele Ausflügler, die dank der direkten Anbindung an die A9 (AS Beelitz) schnell vor Ort sind. Die Einwohner haben die wachsende Beliebtheit ihres Dorfes zum Anlass genommen, es ordentlich herauszuputzen. So konnte der Förderverein Schinkelkirche Schäpe das einst vom Verfall bedrohte Gotteshaus mithilfe vieler Spender und gemeinsam mit der Stadt Beelitz retten. Die vom preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel persönlich geplante und um 1826 errichtete Dorfkirche erstrahlt heute wieder als Kleinod und bietet Raum nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Kulturveranstaltungen. Direkt nebenan befindet sich das „Fünf-Minuten-Museum“ in der alten Dorfschmiede, wo man auf spannende Anekdoten aus der Ortsgeschichte und alte Fotografien trifft. Gegenüber lädt der örtliche Spargelhof, der fast ganzjährig geöffnet ist, zum Bummel im Hofladen und natürlich zum Schlemmen ein – entweder im Freien auf dem alten Vierseithof oder in der rustikalen Bauernscheune. Der Name Schäpe bedeutet – aus dem Slawischen übersetzt – übrigens so viel wie Schindmähre. Wie fast überall in der Region wird hier auch Pferdezucht und –haltung betrieben und es wird geritten, unter anderem auf dem Rosenhof und auf dem Vier-Eichen-Hof, der auch Reiturlaube anbietet. Urige Ferien kann man auch in der Pension Landei machen – und sogar im Stroh übernachten.

Einwohner:

273

Ortsvorsteher:

Josef Jakobs

Erreichbarkeit:

0171 / 69 09 851

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Sprechzeiten:

nach Vereinbarung

Wo der Spargel sein Zuhause hat

Urkundliche Ersterwähnung 1370

Inmitten weitläufiger Wiesen und ausgedehnter Spargelfelder zeichnet sich die Schlunkendorfer Silhouette mit Dorfkirche und schmucken Bauernhäusern ab. Der heutige Beelitzer Ortsteil ist im Spätmittelalter zwar erstmals urkundlich erwähnt worden, besiedelt war er aber bereit in vorchristlicher Zeit, wie eine Ende des 19. Jahrhunderts bei Bauarbeiten gefundene Urnengrabstätte belegt. Über Jahrhunderte ist das Dorf von der Landwirtschaft geprägt worden und so ist es auch heute, wenn die Erntezeit beginnt oder über den Sommer Rinder und Pferde hinter den Gehöften grasen. Zugleich ist Schlunkendorf ein beliebtes Ausflugsziel, was auch an den örtlichen Spargelhöfen sowie den Reitbetrieben und der hiesigen Gastronomie liegt. Wer auf dem Jakobs-Pilgerweg unterwegs ist, der kommt auf der Etappe von Saarmund nach Beelitz ebenfalls hier entlang, zuerst durch den „Kietz“, wo ein Gedenkstein aus DDR-Zeiten die Wende überdauert hat – was eine echte Besonderheit ist,  und erst dann in den eigentlichen Dorfkern. Die Einwohner setzen Akzente im Kalender mit dem Sommerfest und einem ländlichen Adventsmarkt, die beide im jährlichen Wechsel stattfinden. Die Federführung hat der Förderverein zur Rettung der Dorfkirche. Der bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Sakralbau konnte bereits zu großen Teilen mit Spenden saniert werden. Gegenüber der Kirche befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit: In dem zu LPG-Zeiten gebauten und jetzt sanierten Wiegehäuschen haben die Schlunkendorfer eine Büchertauschstation eingerichtet, in der man rund um die Uhr nach Schmökern stöbern kann. Einen adäquaten Ort für Versammlungen und Feiern haben die Schlunkendorfer mit ihrem Dorfgemeinschaftshaus, zu dem eine frühere Gaststätte umgebaut werden konnte.

Einwohner:

202

Ortsvorsteher:

Detlef Schönrock

Erreichbarkeit:

0152 / 04540159

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Sprechzeiten:

dienstags, 13 bis 18 Uhr

Wo Gemeinschaft gelebt wird

Urkundliche Ersterwähnung: 1337

In Wittbrietzen gibt es alles, was zu einem erfüllten Landleben gehört: Viel Natur, einen malerischen Ortskern, jede Menge Landwirtschaft und eine spannende Geschichte. Im Bürgerladen erhält man alles für den täglichen Bedarf, in der örtlichen „Kita Landwichtel“ ist der Nachwuchs bestens aufgehoben. Vor allem aber gibt es hier eine eingeschworene Dorfgemeinschaft, die vieles möglich macht – ob es nun um gemeinsame Projekte oder um Veranstaltungen geht. Gelegenheiten, sich mit Nachbarn und Bekannten zu treffen, gibt es viele: Vom Zempern im Januar über den gemeinsamen Frühjahrsputz, das Aufstellen des Maibaumes, das Sommer- und das Neptunfest oder das Schmücken des Weihnachtsbaumes in der Adventszeit. Die vor einigen Jahren aufwendig neugestaltete DorfGemeinschaftsMitte mit Sommersaal und Gemeinderäumen wird so zum pulsierenden Herz des Ortes. Auf dem Programm stehen auch regelmäßige Seniorennachmittage und Turniere des Kultur- und Fußballvereins – dem Motor des dörflichen Lebens in Wittbrietzen. Darüber hinaus sorgen Akteure wie der Posaunenchor, die Kita „Landwichtel“ und die Evangelische Kirchgemeinde für jede Menge Leben, auch die Freiwillige Feuerwehr und viele Vereine beteiligen sich.

Einwohner:

509

Ortsvorsteher:

Simone Spahn

Erreichbarkeit:

033204 / 42168

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Sprechzeiten:

nach Vereinbarung

Mit dem Gemeindeteil Körzin – Perlen im Naturpark

Urkundliche Ersterwähnung: 1317

Zauchwitz bildet, aus östlicher Richtung kommend, das Tor zur gleichnamigen Landschaft, die im Norden bis an den Schwielowsee und im Westen bis an die Brandenburger Stadtgrenze reicht – und damit auch große Teile des Beelitzer Stadtgebietes einschließt. Die Zauche, aus dem Slawischen übersetzt „trockenes Land“, ist eines der Kerngebiete der frühen Mark Brandenburg. Dabei sind der Ort selbst und die Umgebung weitaus abwechslungsreicher, als der Name es nahelegt: Zwischen Wäldern und ausgedehnten Flachwasserseen liegt Zauchwitz mitten im Naturpark Nuthe Nieplitz und ist damit ein beliebtes Ausflugsziel für Naturfreunde und Wochenendausflügler, die hier spazieren und zum Beispiel den örtlichen Spargelhof oder die Restaurants im Gemeindeteil Körzin besuchen. Zauchwitz liegt an der Beelitzer Spargelstraße und an zwei überregionalen Radwegen, die sich hier kreuzen. Das Zauchwitzer Wahrzeichen, die Schwedenkirche, wurde nach dem Ende des 30-jährigen Krieges (wieder)errichtet. Die Lutherrose, die noch heute im Altar zu sehen ist, findet sich auch im Ortswappen wieder. Auch Körzin bietet Idylle, wenn Storch und Steinkautz ihre Bahnen am Himmel ziehen, dort, wo die Nieplitz und das Pfefferfließ in den Blankensee münden. Höhepunkte in den Orten sind das Zempern im Winter sowie die Veranstaltungen der Freiwilligen Feuerwehr, die ihrerseits auf eine lange Tradition zurückblicken kann.

Einwohner:

329

Ortsvorsteher:

Timm Randewig

Erreichbarkeit:

033204 / 604967

0170 / 85 08 506

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Sprechzeiten:

nach Vereinbarung