Fairtrade

„Leben verändern durch Wandel im Handel“

… das ist der Leitsatz von Fairtrade Deutschland. Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, das Prinzip des „Fairen Handels“ in der Bundesrepublik mit Produzenten in der ganzen Welt voranzutreiben. Vernünftige Arbeitsbedingungen, auskömmliche Löhne, Gleichberechtigung der Geschlechter, Verbot von Kinderarbeit und ökologische Nachhaltigkeit – was hierzulande zum Standard gehört, ist vor allem in Ländern der Dritten Welt alles andere als selbstverständlich. Aber genau von dort beziehen wir Kaffee, Kakao, Südfrüchte, Blumen oder Textilien.

Die Stadt Beelitz möchte ihren Beitrag leisten und bewirbt sich als eine der ersten Städte Brandenburgs um den Titel „Fairtrade-Town“. Damit unterstützen wir eine weltweite Bewegung, die alle Beteiligten einer Wertschöpfungskette – von der Produktion über den Export bis hin zum Verkauf in unseren Breiten – am wirtschaftlichen Gewinn beteiligen möchte. Das Fairtrade-Prinzip verbindet Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen, und das über den schlichten Austausch von Geld und Ware hinaus, unter anderem in Form von Partnerschaften und Projekten. Das hat auch für den Verbraucher Vorteile: Er kann sein Produkt bis zum Anbau oder der Herstellung zurückverfolgen. Und er kann es mit gutem Gewissen genießen oder nutzen.

Um Fairtrade-Town zu werden, braucht es nicht viel: Schon jetzt werden bei uns Fairtrade-Produkte in öffentlichen Einrichtungen angeboten. Beelitzer Kitas und Schulen setzen zudem Projekte mit Partnern in Südafrika um. Außerdem haben wir Partner wie die Stadtverordnetenversammlung, den Gewerbeverein, die Evangelische Kreuz-Kirchen-Gemeinde Bliesendorf oder die Sportgemeinschaft Blau-Weiß Beelitz an unserer Seite.

Jederzeit willkommen sind Nachahmer in den Vereinen und der Wirtschaft, die den Fairtrade-Gedanken teilen und bereit sind, zum Beispiel für ein Pfund Kaffee oder das Kilo Südfrüchte auch zwei Euro mehr auszugeben – entweder aus eigener Überzeugung für sich selbst oder, noch besser, gemeinsam mit der Stadt Beelitz.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen: fairtrade@beelitz.de

Fairtrade-Prinzip

Die Wurzeln der Bewegung gehen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, Standards wurden vor 25 Jahren mit der Einführung eines einheitlichen Siegels geschaffen. Dazu gehört die Zahlung von Preisen, die Kleinbauernfamilien ein auskömmliches Leben ermöglichen, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die Einhaltung von Kinderrechten, die Gleichberechtigung von Frauen, Transparenz für die Verbraucher und zunehmend auch die Berücksichtigung ökologischer Aspekte. In Deutschland gibt es mittlerweile über 600 „Fairtrade-Towns“. Die Zahl der Arbeiter und Kleinbauern, die vom Fairtrade profitieren, wird auf mittlerweile 1,66 Millionen beziffert, sie gehören zu 1240 Produzentenorganisationen in 75 Ländern.

Weitere Infos auf www.fairtrade-deutschland.de

True Costs – Die wahren Kosten von Lebensmitteln

Was kosten Lebensmittel wirklich? Je nach Produktionsweise entstehen Folgekosten, die bis zu 200 Prozent dessen betragen, was man im Laden bezahlt. Vor allem bei Fleisch- und Wurstwaren entstehen diese durch Aufzucht und Haltung, und müssen letztendlich von der Gesellschaft insgesamt getragen werden.

Fairtrade-Stadt: Auf die Akteure kommt es an

Seit 2017 ist Beelitz Fairtrade-Stadt. Den Titel weiter mit Leben zu füllen und Akteure einzubinden ist ein Anspruch, der seither besteht. Dazu gehört auch über die Möglichkeiten aufzuklären. Denn die Fairtrade-Prinzipien beschränken sich nicht nur auf Kaffee, Obst oder Blumen sondern auch andere Lebensbereiche.

Fair statt mehr: Die „Faire Woche“

Vom 11. – 25. September findet in ganz Deutschland die Faire Woche unter dem Motto „Fair statt mehr“ statt - aufgrund der Pandemie eingeschränkt, aber dennoch als Gelegenheit, um mal über den ökologischen Fußabdruck nachzudenken, den man hinterlässt und vielleicht die ein oder andere Angewohnheit zu hinterfragen.