Mehlbeere bereichert Beelitzer Stadtwald

Mehlbeere bereichert Beelitzer Stadtwald

Ihre Blätter und Triebe bedeckt sie mit einem silbergrauen Haarfilz und ist dadurch ein echter Hingucker im Heimischen Wald: Die Mehlbeere ist Baum des Jahres 2024. Anlässlich des morgigen Internationalen Tages des Waldes haben Bürgermeister Bernhard Knuth, Stadtförster Martin Schmitt, Hauptamtsleiter Torsten Zado und Kämmerer Uwe Hensel zwei Exemplare im Beelitzer Stadtwald nahe des Waldspielplatzes eingepflanzt. Entlang des Weges wachsen in Beelitz traditionell die jeweiligen Bäume des Jahres.

„Wer hier durch den Wald spaziert, kann die Vielfalt unserer einheimischen Natur hautnah erleben und bekommt auf sehr anschaulichen Tafeln auch die Vorzüge der jeweiligen Baumart erklärt. Ob Kinder auf dem Weg zum Spielplatz, Spaziergänger oder Jogger: Viele Menschen staunen über die Abwechslung, die sich hier inzwischen bietet“, so Bürgermeister Bernhard Knuth.

„Die Mehlbeere ist in der Region noch weniger bekannt als ihre direkten Verwandten wie Vogelbeere oder Elsbeere. Dabei passt sie sehr gut nach Brandenburg: Sie benötigt eher lichte Flächen wie am Waldspielplatz und kommt mit ihren tiefen Wurzeln sehr gut mit den zunehmenden Trockenperioden zurecht“, erklärt Stadtförster Martin Schmitt.

Der Baum des Jahres wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald seit 1989 erklärt. Die Mehlbeere gilt der Gemeinschaft zufolge als Zukunftsbaum auch im Stadtbereich und in Alleen. Sie ist nicht nur hitzeverträglich, sondern auch sehr unempfindlich gegenüber Schädlingen. Ihr Name lässt sich übrigens auf mehrere Arten erklären: In Notzeiten wurden ihre Beeren getrocknet, gemahlen und dem Haushaltmehl beigemischt. Ihre Früchte haben zudem eine mehlige Konsistenz. Und auch die grauen Härchen auf Blättern und Trieben lassen den Baum ab April wie bemehlt aussehen.

Der Internationale Tag des Waldes wird seit 1971 immer am Frühlingsanfang, dem 21. März begangen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen hatte ihn als Reaktion auf die globale Waldvernichtung empfohlen.

Bürgermeister Bernhard Knuth, Stadtförster Martin Schmitt, Hauptamtsleiter Torsten Zado und Kämmerer Uwe Hensel (v.r.) pflanzen die Mehlbeeren nahe des Waldspielplatzes.