Museen

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Die Alte Posthalterei Beelitz

Das Gebäude in der Poststraße 16 wurde 1789 vom damaligen Post- und Bürgermeister Gottlieb Ferdinand Kaehne errichtet. Der zweigeschossige klassizistische Bau mit fünf Achsen zeigt teilweise noch barocke Einflüsse. Das Eingangstor wird vom preußischen Adler sowie einem goldenen Posthorn bekrönt. Tritt man ein, gelangt man in die sehenswerte Durchfahrt mit klassizistischen Wandmalereien. Von der Durchfahrt gelangte man nach rechts in die Passagierstube. Linker Hand lag das Expeditionszimmer, das Büro der Posthalterei. Direkt über der Tordurchfahrt befinden sich repräsentativ gestaltete Wohnräume.

Das Gebäude diente von 1789 bis 1871 als Postrelaisstation und als Wohnhaus für den Postverwalter. Von 1871 bis 1955 wurde das Gebäude nur noch als Wohnhaus genutzt. In Folge zog das Heimatmuseum der Stadt Beelitz und nach dessen Schließung 1973 die Stadtbibliothek, das Standesamt und weitere Teile der Stadtverwaltung ein. Nach mehreren Sanierungsphasen, die die ursprüngliche Substanz des Hauses wiederherstellen konnten, dienen die Räume heute wieder als Museum. Der Goethesaal im Obergeschoss wird vom Standesamt der Stadt Beelitz als Trausaal genutzt.

Das Museum

Der Besucher betritt die Ausstellungsräume durch die Tür zur früheren Expedition. Der Adler und das kleine Fenster in der Wand, durch welches früher Passagiere abgefertigt wurden, zeugen vom amtlichen Charakter der historischen Räume. Die „Post-Charte vom Preußischen Staate“ zeigt das Wegenetz anno 1834. Von historischen Posthörnern, einer im Original erhaltenen Postillions-Uniform, historische Briefstempeln und einer preußischen Poststation en miniature: Die Ausstellung in der Alten Posthalterei vermittelt dem Besucher einen unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen des Postwesens. An Hörstationen schildern Zeitgenossen wie der Philosoph Friedrich Wilhelm Schelling ihre Fahrt über staubige Straßen und die Ankunft in Beelitz. Die Texte wurden von der Filmlegende Herbert Köfer, der Kabarettistin Andrea Meissner und dem Schauspieler Hans-Jochen Röhrig eingelesen. Tauchen Sie ein in ein lebendiges Stück Stadtgeschichte und gehen Sie mit uns auf Reisen.

Museum Alte Posthalterei Beelitz
Poststraße 16, 14547 Beelitz

Öffnungszeiten

Di-Do von 10-16 Uhr

Eintritt

Erwachsene 3,00 €
Ermäßigt 2,00 €
Kinder bis 12 Jahre frei

Spargelmuseum Beelitz

Austellungsstuecke Spargelmueeum BeelitzGemeinsam mit dem Verein „Beelitzer Spargel“ e. V. hat die Stadt Beelitz das einzige Spargelmuseum im norddeutschen Raum aufgebaut. In einem historischen Remisengebäude in der Mauerstraße, direkt hinter dem Hof der Alten Posthalterei, kann man tief eintauchen in die Geschichte des Edelgemüses. Die Sammlung, die ständig erweitert wird, würdigt den Spargel als Quelle und Gegenstand der Gaumenfreude und des Erwerbs. Die Ausstellung informiert über die Botanik der Pflanze, die Technologie und die Geschichte des Beelitzer Spargelanbaus, über Aspekte der allgemeinen Kultur- und Kunstgeschichte sowie der Heilkunde in Verbindung mit Spargel und über die Lebensweise der mit dem Spargel verbundenen Menschen. Sie zeigt ferner die wirtschaftliche Bedeutung des Spargels für die Region und präsentiert das Tourismusprojekt „Beelitzer Spargelstraße“. Die reproduzierten Fotografien, die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stellten, wecken bei einheimischen Betrachtern nicht selten verwandtschaftliche Erinnerungen. Die Leihgaben, darunter wertvolle Bestecke und Geschirre, verweisen auf die Namen der zahlreichen Spender. Die Präsentation des Museums bezeugt den Siegeszug des Spargels, des Asparagus, der vor 2500 Jahren begann und der ihn auch nach Beelitz führte. Beinahe ehrfurchtsvoll wird Spargel „Königsgemüse“, „essbares Elfenbein“, „Gaumenschmeichler“ oder „Frühlingsluft in Stangen“ genannt. Er diente und dient Malern als Motiv, er beflügelte Goldschmiede, Porzellanhersteller, Dichter, ist Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung, ja er besaß sogar kultische Bedeutung. Die museale Ausstellung folgt bewusst Spuren der Alltagskultur von Menschen, deren Lebensgrundlage nicht unwesentlich vom Spargel bestimmt wurde. 1861 baute der Beelitzer Ackerbürger Karl Friedrich Wilhelm Herrmann den ersten Spargel feldmäßig an. Allmählich folgten seinem Beispiel andere Beelitzer. Der Berliner Markt lag vor der Tür, nach der Jahrhundertwende konnten Überschüsse auch ins Ausland geliefert werden. In den zwanziger und dreißiger Jahren war Beelitz mit schließlich 625 ha Anbaufläche das unbestrittene märkische Spargelzentrum. Das ist das Gebiet rund um Beelitz heute wieder. Auf ca. 830 ha wird heute Spargel angebaut und geerntet.

Spargelmuseum Beelitz
Mauerstraße 12
14547 Beelitz

Öffnungszeiten (April-Oktober)

Di und Do von 11-16 Uhr

Eintritt

Erwachsene 3,00 €
Ermäßigt 2,00 €
Kinder bis 12 Jahre frei

Auch über den Rest des Jahres kann man auf Anfrage das Museum besuchen. Terminabsprachen unter Tel. 0151-11640934.

Technisches Denkmal Heiz-Kraft-Werk Beelitz-Heilstätten

Wassertum Beelitz Heilstaetten

Das Wahrzeichen und Herzstück des historischen Ensembles in Beelitz-Heilstätten ist das Heiz-Kraft-Werk, das mit seinem 41m hohen Wasserturm das gesamte Gelände überragt. Das Heiz-Kraft-Werk in Beelitz-Heilstätten ist das älteste Energiezentrum dieser Art in Deutschland mit einer einmaligen Kombination aus Fernheizwerk und Elektrizitätswerk. Hier wurden aus energietechnischer Sicht wegweisende Pläne realisiert: Wirtschaftliche Energieerzeugung, verlustarmer Transport zum Verbraucher und zuverlässige Versorgung des Abnehmers waren bereits damals wichtige Ziele. Große begehbare unterirdische Sammelkanäle versorgten von hier aus jedes einzelne Gebäude der Anlage. Den Standort des Heiz-Kraft-Werkes wählten die Erbauer unter ökonomischen und ökologischen Aspekten. Durch den Anschluss an die Bahnlinie Berlin-Dessau konnte der Brennstoff Kohle direkt angeliefert werden. Dieses Prinzip der kurzen Wege wurde auch in der Ansiedlung der Großverbraucher fortgesetzt. Die Wäscherei, die Bäckerei und das zentrale Badehaus wurden in unmittelbarer Nähe des Heiz-Kraft-Werkes errichtet. Das Heiz-Kraft-Werk wurde in der ersten Ausbaustufe in den Jahren 1898 bis 1902 fertiggestellt – Hightech der Jahrhundertwende. Als ein Beispiel für erstklassige Ingenieurleistung ist die Anlage zukunftsweisend.

Der Förderverein Heiz-Kraft-Werk Beelitz-Heilstätten e.V. betreut das Technische Denkmal in seiner Einzigartigkeit. Weitere Informationen sind auf unserer Homepage www.hkw-beelitz.de erlebbar. Der direkte Kontakt zum Verein ist über info@hkw-beelitz.de möglich.

Tel.: 033204/34703 (Dr. Elke Seidel, Vorsitzende) , 033204/61262 (Irene Krause, 1. Stellvertreterin)