Willkommen in der Schule

Willkommen in der Schule

Knuth bei Begruessung Einschueler

Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Lehrer: die Beelitzer Erstklässler haben schon recht konkrete Vorstellungen davon, was sie später einmal werden möchten. 125 Kinder haben sich in dieser Woche das erste Mal auf den Weg in die Grundschulen der Spargelstadt gemacht, 89 davon in Beelitz und 36 in Fichtenwalde. Wie in jedem Jahr besuchte Bürgermeister Bernhard Knuth in der ersten Schulwoche die ABC-Schützen in ihren Klassen und verteilte kleine Geschenke und ein Begrüßungsschreiben im Namen der Stadt.

„Es ist eine schöne Tradition, mit der wir den Kindern zeigen möchten, dass sie in Beelitz wahrgenommen werden, dass sie ein wichtiger Teil unserer Bürgerschaft sind. Die Einschulung ist nicht nur für die Kleinen und ihre Eltern ein großer Schritt, sondern uns allen wird damit immer wieder gezeigt, dass unsere Stadt wächst und eine tolle Zukunft hat“, erklärt der Bürgermeister, der gemeinsam mit der kommissarischen Hauptamtsleiterin Marina Ringel alle fünf ersten Klassen und die beiden Flex-Klassen an der Diesterweggrundschule besuchte. Neben einer kleinen Süßigkeit zur Konzentrationsförderung wurden selbstgenähte Geldbeutel in Form von Elefanten verteilt. Darin befand sich auch eine Rechenschnur, die erstmal als Unterstützung im Matheunterricht genutzt werden kann.

Auf die Frage, wie ihnen die Schule denn nun gefällt, antworteten alle im Chor, dass es schön sei. Und auch die Frage nach der späteren Berufswahl wurde umfassend beantwortet. Neben den konventionellen Wünschen war auch eine angehende Prinzessin dabei – und ein potenzieller Bürgermeister. „Wenn Du soweit bist, dann bin ich schon lange in Rente“, bekannte Bernhard Knuth und wünschte viel Erfolg. „Wenn Ihr fleißig lernt, dann könnt Ihr all das erreichen, was Ihr Euch vorgenommen habt.“

Zugleich wies der Bürgermeister auf die neue Ausnahmesituation an den Schulen, aber auch in der Stadt insgesamt und weltweit hin: „Ihr müsst immer ein wenig darauf achten, dass Ihr Euch die Hände wascht, Abstände einhaltet und die Masken aufsetzt, wo es vorgeschrieben ist. Das ist zwar nicht immer einfach, aber Ihr bekommt das hin.“ Die Stadt hatte im Vorfeld des ersten Schultages kostenlos Masken an die Bildungseinrichtungen verteilt, damit alle Kinder über Mund-Nasen-Schutz verfügen.

Die derzeitige Lösung mit den Einwegmasken ist aber noch nicht optimal: „Wenn alle Masken gleich aussehen, besteht immer die Gefahr, dass sie von den Kindern verwechselt werden – zumal sie ja immer wieder ab– und aufgesetzt werden, je nachdem, ob man im Klassenraum, draußen, oder in den Fluren unterwegs ist“, so der Bürgermeister. Letztendlich könnte so sogar ein gegenteiliger Effekt eintreten und eine Ansteckung sogar beschleunigt werden. Deshalb hat er veranlasst, dass für die Schüler nun wiederverwendbare Stoffmasken in verschiedenen Designs durch die Stadt gekauft werden. Jedes Kind soll drei gleiche Masken erhalten, die sich von denen der Klassenkameraden unterscheiden. Die Eltern können diese dann zu Hause waschen und am nächsten Tag wieder mit in die Schule geben.

Bezahlt werden soll die Bestellung, die innerhalb einer Woche geliefert werden kann, aus dem Hilfsfonds für Kinder und Familien in Not, der vor rund vier Jahren ins Leben gerufen wurde und seither von Bürgern und Unternehmen mit Spenden unterstützt wird. „Damit schaffen wir gleiche Voraussetzungen für alle Kinder und Familien – und wir leisten einen Beitrag dazu, dass unsere Bürger, ob Klein oder Groß, so gut wie möglich geschützt werden.“