Wie Kinder im Dunkeln besser gesehen werden
Das war knapp für Ben: Der Autofahrer konnte den Jungen in seiner schwarzen Jacke und dunkelblauen Mütze erst spät erkennen und gerade noch rechtzeitig vor ihm zum Stehen kommen, mit großem Schreck für beide. Zum Glück ist das nur eine Geschichte, die Victoria Sutter den Kindern der Klasse 1a der Diesterweg-Grundschule am heutigen Freitagmorgen beim „Tag der Sichtbarkeit“ erzählt – und sofort fragt, was Ben hätte besser machen können, um auch im bei Dunkelheit und schlechtem Wetter besser gesehen zu werden.
Die aufgeweckten Erstklässler wissen schon viel: Henri bringt gleich seine Taschenlampe nach vorn, Hermine zeigt den reflektierenden Überzug für ihren Schulranzen. Victoria Sutter, die als Auszubildende der Stadtverwaltung Beelitz die Stunde gemeinsam mit dem Auszubildenden Julian Zunft gestaltet hat, gibt noch weitere Tipps: Reflektoren in den Fahrradspeichen, Licht auch am Fahrradhelm – und vor allem gut sichtbare Farben der Kleidung sind entscheidend.
Um sich Farben zu merken, die auch im Dunkeln und bei Regen oder Gegenlicht gut sichtbar sind, singen die Kinder „Was zieh‘ ich an“ von Rolf Zuckowski und malen anschließend auf Papier den Grundschüler Ben aus der Geschichte mit gut erkennbaren Farben aus.
Viel Interaktion, das kommt bei den Kindern und bei Klassenlehrerin Julia Völker an: „Die Gestaltung der Stunde gefällt mir gut. Die Kinder können sich aktiv beteiligen und mitsingen. Der Aufbau ist gut durchdacht und das Thema betrifft die Kinder direkt. Sichtbarkeit behandeln wir sonst auch im Sachkundeunterricht. Wichtig ist jetzt, die Tipps auch in der Klasse umzusetzen.“
Die Schülerinnen und Schüler erhalten dafür Informationsmaterial, das sie zuhause mit ihren Eltern durchgehen können. Jeder bekommt zudem noch einen reflektierenden Bärchen-Anhänger für den Schulranzen. Beides stammt vom Brandenburgischen Netzwerk für Verkehrssicherheit, das die „Tage der Sichtbarkeit“ unterstützt.
Victoria Sutter und Julian Zunft haben inzwischen alle ersten Klassen in Beelitz und Fichtenwalde aufgeklärt. Das Projekt hat ihnen viel Freude bereitet und einen Mehrwehrt für die Sicherheit der Beelitzer Kinder gebracht.





