Keine Sommergärten im kommenden Jahr
Steigende Kosten für die Pflichtaufgaben, aber keine steigenden Zuweisungen von Bund und Land: Wie viele Kommunen deutschlandweit muss auch Beelitz sparen. Deshalb wird es im kommenden Jahr deutlich weniger Veranstaltungen auf der Freilichtbühne geben. So entfallen die Sommergärten ersatzlos. Zudem wird es beim Spargelfest keine Bühne am Mühlenteich mehr geben und das Programm auf der kleinen Bühne unter den Weiden ausgedünnt. Und wie bereits in diesem Jahr wird auch 2027 kein Sommerfest gefeiert.
Die steigenden Kosten für Künstler und Technik sorgen dafür, dass die Refinanzierung von Veranstaltungen immer schwieriger wird.
Die Stadt Beelitz hat sich in diesem Jahr an der Aktion „Kommunen am Limit“ des Deutschen Städtetages beteiligt. Die Aktion will Bund und Länder dazu bewegen, die kommunale Finanzlage wieder ins Lot zu bringen. Allein im Jahr 2025 hatten die Kommunen bundesweit ein Finanzierungsdefizit von mehr als 30 Milliarden Euro.
„Es tut mir wahnsinnig leid, dass diese Kürzungen bei den Veranstaltungen nötig sind. Sie bedeuten tiefe Einschnitte im kulturellen Leben unserer Stadt. Es wird weniger Möglichkeiten geben, zusammenzukommen und in Gemeinschaft schöne, verbindende Momente zu erleben. Sollte sich die Finanzlage zukünftig ändern, ist eine Rückkehr von Formaten wie dem Sommergarten möglich“, so Bürgermeister Bernhard Knuth.
Zwar wird es auch im kommenden Jahr mehrere Konzerte auf der Freilichtbühne geben, die Anzahl wird aber im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert. Das genaue Programm wird derzeit finalisiert. Das traditionelle Spargelfest wird auch 2027 am ersten Juniwochenende gefeiert. Live-Musik gibt es dann allerdings nur noch auf zwei statt drei Bühnen.
Der Sommergarten am 16.8.2026 war der vorerst letzte auf der Freilichtbühne.

