Forschungsprojekt „PreGraze“ in Beelitz

PreGraze

PreGraze

Pre – prevention (engl.) für Waldbrand-prävention und in Anlehnung an den Begriff prescribed grazing (dtsch. Kontrollierte Beweidung) und prescribed burning (dtsch. Kontrolliertes Brennen)

to Graze – grasen, abweiden

Forschungsprojekt „PreGraze“ in Beelitz

Die Stadt Beelitz beteiligt sich am Forschungsprojekt „PreGraze“. Ziel des Projekts ist es, Waldbrände besser zu kontrollieren, Siedlungsgebiete gezielt zu schützen und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern. Damit setzt Beelitz ein weiters Zeichen für ein angemessenes Feuer-Management zur Klimaanpassung und dem Naturschutz.

Unsere Region gehört zu den waldbrandgefährdetsten Gebieten Deutschlands. Viele Kiefernwälder, trockene Sandböden und die Nähe zu Wohngebieten erhöhen das Risiko. Deshalb sind neue und wirksame Lösungen besonders wichtig.

PreGraze verfolgt einen innovativen Ansatz: Waldbrandschutzstreifen in forstlich genutzten Wäldern werden gezielt beweidet. Tiere wie Schafe oder Ziegen fressen Gras und junge Pflanzen. Dadurch entsteht weniger leicht brennbares Material am Boden. Das kann helfen, Waldbrände zu kontrollieren oder ihre Ausbreitung einzudämmen. Das als Brandherde integrierte Konzept im Beelitzer Waldbrandmanagement wird mit PreGraze nun unter Leitung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, dem Global Fire Monitoring Center, der Hochschule für Nachhaltigkeit Eberswalde und dem Landeskompetenzzentrum Forst Brandenburg wissenschaftlich erprobt.

Gleichzeitig entstehen durch die Beweidung vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Unterschiedlich strukturierte Flächen fördern die Artenvielfalt und machen die Landschaft widerstandsfähiger. So verbindet das Projekt Waldbrandschutz mit aktivem Naturschutz.

Das Ziel ist es, Landschaften so zu gestalten, dass Feuer nicht zur Katastrophe wird. Natur, Forstwirtschaft und Bevölkerungsschutz werden dabei gemeinsam gedacht.

Das Projekt läuft über drei Jahre. Es wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Eva-Mayr-Stihl-Stiftung gefördert.