Beelitz erhält Label „StadtGrün naturnah“
Beelitz ist am Dienstag erstmals mit dem Label „StadtGrün naturnah“ des Bündnisses Kommunen für biologische Vielfalt ausgezeichnet worden. Die Beelitzer Klimaanpassungsmanagerin Sophie Schuster-Hankel hat die Auszeichnung in Frankfurt am Main entgegengenommen. Nach Bernau ist Beelitz erst die zweite Kommune im Land Brandenburg, die das „StadtGrün naturnah“-Label tragen darf. Bundesweit wurden am Dienstag neun Städte erstmals ausgezeichnet.
Mit dem Label werden die Anstrengungen der Stadt zur naturnahen Gestaltung von Lebensräumen gewürdigt. So gibt es im Stadtpark Bereiche, in denen beispielsweise Totholz verbleibt und neue Lebensräume schaffen kann. Dazu wurden Artenschutzprojekte umgesetzt, die das Überleben seltener Vogelarten wie dem Steinkauz sichern. Auch die gefährdete Pflanzenart der Wasserfeder ist in Beelitz heimisch.
Positiv bewertet wurde auch das Engagement der Stadt bei der Pflanzung von Baby-Bäumchen. Seit dem Jahr 2011 wird für jedes neugeborene Kind in Beelitz ein Bäumchen gepflanzt. Mehrere Streuobstwiesen sind seither entstanden. Diese und viele weitere Wiesenflächen werden nur zweimal jährlich gemäht – so bieten sie Lebensraum für viele Insektenarten und sorgen dafür, dass Regenwasser besser im Boden gehalten werden kann und die Flächen auch ohne Bewässerung nicht austrocknen. Zudem verzichtet die Stadt auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel.
„Gemeinsam mit dem Verein Blühstreifen Beelitz und anderen Naturschutzinitiativen haben wir viele Projekte für den Natur- und Artenschutz umgesetzt und freuen uns sehr, dass dieses Engagement nun mit der Verleihung des Labels StadtGrün naturnah gewürdigt wurde“, sagt Sophie Schuster-Hankel.
„Unsere Stadt engagiert sich seit vielen Jahren auf vielfältige Weise für den Naturschutz. So haben wir beispielsweise die Nieplitz stellenweise renaturiert und mit dem Mühlenteich ein Biotop geschaffen, das vielen Insekten, Amphibien, Fischen und Wasservögeln neuen Lebensraum bietet. Die Stadt bezieht ausschließlich Ökostrom und setzt zudem auf Elektromobilität und dort, wo kein Elektroantrieb möglich ist, auf den umweltfreundlichen Kraftstoff HVO 100“, so Bürgermeister Bernhard Knuth.
Für die aktuelle Auszeichnung wurden sowohl all die bereits umgesetzten Maßnahmen bewertet als auch die verbindlich für die Zukunft geplanten.
Bürgermeister Bernhard Knuth ist begeistert über die Auszeichnung, die Klimaanpassungsmanagerin Sophie Schuster-Hankel am Dienstag in Frankfurt (Main) entgegengenommen hat.


